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Osterküchli – Osterflädli

Und was gibt es an der Basler Fasnacht denn so?
Die Faschtewaie hatte ich schon einmal vorgestellt.

Dann gibt es natürlich auch Berliner und Quarkbällchen.
Aber bei den Berlinern gibt es eine Besonderheit, die ich persönlich ganz toll finde, nämlich die „Kiebitze“:


Das ist Fettgebackenes, wie Berliner – aber mit zwei Füllungen: An einem Ende ist Marmelade und im anderen eine Vanillecreme. Mmmmh.

So, und dann kommen wir noch zu den Osterflädli,
einem ganz speziellen Gebäck. Kleine Küchlein (ca. 8 – 9 cm Durchmesser) mit Mürbeteigboden und einer Füllung aus Milchreis oder Grießbrei und Eiern.
Ich bevorzuge die Variante mit Rundkornreis. Man ist sich wohl nicht ganz einig, welches nun die echte ist – aber egal, Hauptsache es schmeckt.
Warum es die Osterflädli, oder Osterküchli schon kurz vor der Fasnacht gibt, weiss ich allerdings nicht. Vielleicht, weil der gute Christ wegen der Fastenzeit bis Ostern auf all die guten Sachen, die darin sind verzichten muss, oder weil man noch schnell alles aufbrauchen möchte?!
Mehr zur Historie

Faschtewaie und Osterflädli

Hier ist das Rezept:
Für 8-10 Förmchen von 8-9 cm Durchmesser
(Ich habe Chäsküchli Formen aus Alu mit 9 cm Durchmesser verwendet. Vor zwei Jahren hatte ich keine und habe die Osterflädli in Muffinförmchen gebacken, das geht auch.)

Osterflädli Muffins mit Sauerkirsch-Grütze (2010)

Zutaten:
Butter für die Förmchen
150 g Mehl
1 Msp. Salz
2 Esslöffel Zucker
90 g Butter, kalt in Stücke geschnitten
2-3 Esslöffel Vollrahm
2-3 Esslöffel Aprikosenkonfitüre, leicht erwärmt, durchs Sieb gestrichen

Füllung:
2 dl (=200 ml) Milch
2 dl (=200 ml) Vollrahm
1 Messerpitze Salz
75 g Rundkornreis
30 g Butter
50 g Zucker
1/2 Zitrone, abgeriebene Schale und Saft
30 g Korinthen oder Sultaninen
2 Eigelb
2 Eiweiß
2 Esslöffel Zucker
Puderzucker zum Garnieren

1. Für den Teig Mehl, Salz und Zucker mischen. Butter beifügen und zu einer krümeligen Masse verreiben, eine Mulde formen. Rahm hineingiessen. Zu einem Teig zusammenfügen, nicht kneten. In Folie gewickelt 30 Minuten kühl stellen.

2. Teig auf wenig Mehl 2-3 mm dick auswallen, Kreise (ca. 10 cm Durchmesser) ausstechen. In die ausgebutterten Förmchen legen, 20 Minuten kühl stellen.

3. Teigböden mit einer Gabel einstechen. Konfitüre darauf verstreichen.

4. Für die Füllung Milch, Rahm und Salz aufkochen. Reis unter Rühren zugeben, bei kleiner Hitze 20-25 Minuten kochen, mehrmals umrühren. Butter, Zucker, Zitronenschale und -saft sowie Korinthen oder Sultaninen darunter rühren, leicht auskühlen lassen. Eigelb darunter mischen. Eiweiß steif schlagen, Zucker zugeben, weiterschlagen, bis die Masse glänzt. Eischnee sorgfältig unter die Masse ziehen.

5. Füllung in den Teigböden verteilen.

6. Im unteren Teil des auf 200 °C vorgeheizten Backofens 20-25 Minuten backen.

7. Leicht auskühlen lassen, garnieren.
Ganz schön sieht es aus, wenn man sie mit Wald-Veilchen verziert (falls es schon welche gibt…)

Nachtrag aus der Austellung “ZU TISCH – A TABLE” im Museum in Lörrach 21.09.2012 bis 24.02.2013

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