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15. Mai 2013

Dieser Klassiker der Italienischen Küche stammt aus dem Latium. Die Schärfe wird durch die verwendeten Chili-Schoten bestimmt. Meist ist das so: je kleiner, umso schärfer, mit der Farbe knallrot warnt die Chili zudem noch vor ihrer Schärfe…. Diese kleinen Chilischoten stammen noch von unserem Einkauf auf dem Markt in Luino. Wir hatten das Bündel Chilischoten zum Trocknen an meiner gusseisernen Kräuterkrone in der Küche aufgehängt.
Sie sind noch so rot, wie beim Einkauf – nur leicht eingeschrumpelt – sind aber geschmacklich einwandfrei!

Penne all’arrabbiata
Für 4-6 Portionen
100 g durchwachsener Speck
500 g reife Tomaten (oder ein Tetrapack passierte Tomaten)
1 Bund glatte Petersilie
2 kleine rote Chilischoten
50 g frisch geriebener Pecorino (oder Parmesan)
400 g Penne
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 Esslöffel Butter
Salz, Pfeffer aus der Mühle
Den Speck in feine Streifen oder Würfel schneiden. Die Tomaten überbrühen, enthäuten, entkernen in kleine Würfel schneiden und durch ein Sieb streichen oder mit der „flotten Lotte” (passe vite) passieren. 1 Zwiebel fein hacken, 2 Knoblauchzehen in dünne Scheiben schneiden.
In einem großen Topf vier Liter Salzwasser aufkochen. 400 g Penne darin 5 Minuten vorgaren.
Inzwischen in einer großen Pfanne zwei Esslöffel Butter zerlassen, Speck und Zwiebel hineingeben und bei sanfter Hitze unter Rühren anbraten. Knoblauch, passierte Tomaten und zwei Chilischoten einrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Bei milder Hitze köcheln.
Die Nudeln abgießen, dabei einige Esslöffel vom heißen Nudelwasser zurückbehalten, die Nudeln unter die Sauce mischen. Sanft weiterköcheln lassen, bis die Nudeln bissfest gegart sind. Bei Bedarf die Sauce mit etwas Nudelwasser verdünnen.
Die Petersilie fein hacken, untermischen. Die Chilischoten entfernen, die Sauce nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Mit frisch geriebenem Käse (ca. 20 g) servieren.


Schlagwörter:arrabbiata, Chili, Chilies trocknen, italienische Küche, Knoblauch, Kochen, Luino, Markt, Nudeln, passierte Tomaten, Pasta, Pecorio, Penne, Petersilie, scharf, Speck, Teigwaren, Tomaten, Zwiebel
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9. Mai 2013

Ein Klassiker auf den Vesperkarten in den Gaststätten des Markgräflerlandes: Der Elsässer Wurstsalat. Bei einem Elsässer Wurstsalat muss auf jeden Fall Käse dabei sein….
Man kann entweder fertig vorgeschnittene Lyonerstreifen (manchmal auch gemischt mit Fleischkäse) verwenden. Ich hatte Cervelat Würste (Klöpfer) aus der Schweiz. Man kann auch einen Fleischwurstring kleinschneiden. Hierzu die Haut/Pelle abziehen, dann in feine Streifen schneiden. Dann schneidet man noch Emmentaler Käse in Streifen und mischt beides.
Ausserdem gibt man in Streifen geschnittene Essiggurken dazu und eine Zwiebel, in kleine Würfel geschnitten. Das Dressing besteht aus dem Essiggurkenwasser, Salatkräutern, etwas Sonnenblumenöl und einem Schuss Weinessig. Ich würze immer noch mit ein paar Tropfen Maggi.

Dazu gibt es frisches Bauernbrot oder Baguette Brötchen und ein kühles Bier, Radler oder Apfelschorle.
Mahlzeit!

Schlagwörter:Apfelschorle, Baguette, Bauernbrot, Bier, Brötchen, Cervelat, Cocktailtomaten, emmentaler, Essiggurke, Fleischkäse, Fleischwurst, Käse, Klöpfer, Leberkäse, Lyoner, Maggi, Radler, Salatkräuter, Vesper, Wandern, Wurstsalt, Zwiebel
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8. Mai 2013

Neulich hatte der Markgräfler wieder gekocht. Ein saftiges Steak sollte es sein. Ihr kennt bestimmt die Edeka-Werbung: Zwei Mädels stehen vor der Fleischtheke und fragen den Mann hinter der Theke, was Papa den kochen soll, bei dem garantiert nichts schiefgeht… „…einfach 4 Minuten von beiden Seiten scharf anbraten…
Der Papa kommt dazu und auf seine Frage, was es zu Essen geben soll, rufen beide gleichzeitig EN – TRE – CÔTE!!!
Und es ging uns fast genau so – wir standen ratlos bei Edeka, und wussten nicht, was in die Pfanne kommen sollte. Der Markgräfler hat es ausprobiert, wir haben Entrecôte mitgenommen – und es hat geklappt. Wer sich nicht ganz sicher ist, hier ein kleiner Trick für das perfekte Steak.
Das Fleisch wird auf jeden Fall vor dem Braten gesalzen. Der Pfeffer kommt immer erst, wenn das Steak schon aus der Pfanne oder vom Grill ist!!!

Der Markgräfler hat frische Bärlauchbutter gemacht. Einfach die Butter leicht salzen, mit einer Gabel etwas zerdrücken. Den Bärlauch fein schneiden und mit der Gabel in die Butter einarbeiten. Wer mag, kann noch ein wenig Tabasco zum Würzen verwenden.
Ein wenig habe ich den Markgräfler aber unterstützt. Die Backofenkartoffeln habe ich für ihn vorbereitet, er musste sie nur in den Backofen schieben: Die Kartoffeln waschen, schälen. Je nach Größe in Viertel oder Achtel schneiden. In eine Schüssel geben, ein wenig Olivenöl darüber träufeln und in der Schüssel wenden, so dass die Kartoffeln alle mit ein wenig Olivenöl überzogen sind.
Auf ein Backblech geben (Backpapier ist nicht unbedingt notwendig) und für 20 – 25 Minuten bei 200 °C im Ofen garen. Vor dem Servieren mit Salz übermahlen.
Dann habe ich noch die roten Zwiebeln geschnitten, die in der Grillpfanne bei den Steaks mitgebraten wurden. Ausserdem lag auf dem Steak noch ein Zweiglein frischer Rosmarin aus dem Garten und Knoblauch…. Mmmmh!
Vorher gab es natürlich auch noch einen Salat!
Schlagwörter:Bärlauch, Bärlauchbutter, Butter, Edeka, Entrecote, Fleisch, Grill, Grillpfanne, Knoblauch, Ofenkartoffeln, Pfeffer, Rindfleisch, Roast Potatoes, Rosmarin, rote Zwiebel, Salz, Steak, Zwiebel
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28. April 2013

Bärlauch hat noch Saison – und deshalb gibt es Bärlauch-Käsespätzle mit Möhrenragout. Fleischlos, aber superlecker und sättigend.

Die Spätzle heissen bei uns eher Knöpfle, deshalb hier das Rezept für
Bärlauch-Knöpfle
1 Bund Bärlauch à 100 g, klein geschnitten
1 Ei
italienische Kräuter, getrockenet (1-2 Teelöffel)
Salz (1 TL)
2 Messerspitzen frisch geriebene Muskatnuss
200 ml Wasser
400 g Dinkelmehl (Type 630)

Bärlauch, Ei und Gewürze zusammen mit dem Wasser im Mixer oder mit dem Pürierstab ganz fein pürieren. Zum Dinkelmehl geben und zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig mit einem Kochlöffel so lange schlagen, bis er Blasen wirft.

Den Teig abgedeckt 20-30 Minuten quellen lassen.
Während dieser Zeit das Möhrenragout zubereiten (s. unten)
Wasser aufkochen, etwas Salz hinzufügen, dann die Spätzle portionsweise mit der Spätzlepresse (grober Einsatz) oder vom Brett in das Wasser schaben. Die Knöpfle einmal aufkochen lassen,

mit dem Schaumlöffel herausnehmen, abtropfen lassen. Ich verwende dafür den Siebservierer von Tupperware, es geht aber auch ein normales Sieb mit einer Schüssel darunter.

Den weiterern Schritt könnte man sich auch sparen, die Bärlauchspätzle schmecken auch so – einfach das Möhrenragout dazu reichen.
Für die Bärlauch-Käse-Knöpfle braucht man etwa 150 g geriebenen Emmentaler, eine Zwiebel und etwas Butter. Die Zwiebeln schneidet man in Ringe, zerlässt ein Stück Butter in einer Pfanne und röstet die Zwiebelringe darin goldbraun:

Man nimmt die Zwiebeln aus der Pfanne, stellt sie beiseite und brät die abgekühlten Bärlauchknöpfle in der Pfanne ohne weitere Zugabe von Fett etwas an. Dann schichtet man abwechselnd Spätzle, Käse und Zwiebelringe in eine ofenfeste Form. Die letzte Spätzleschicht mit Emmentaler bestreuen, nach Belieben Semmelbrösel darüberstreuen und Zwiebelringe darauf legen.

Im Ofen bei 200 °C überbacken, bis der Käse zerlaufen ist.

Möhrenragout

1 Zwiebel (ca. 80 g ) gewürfelt
10 g Butter
600 g Möhren, gewürfelt
1 Teelöffel Ahornsirup (oder Honig)
1 Messerspitze frisch geriebene Muskatnuss
etwas frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
Meersalz, nach Geschmack
abgeriebene Schale von 1/4 unbehandelten Zitrone
300 ml Gemüsebrühe
2 Esslöffel Reismehl, Mais- oder Kartoffelmehl
100 g Crème fraîche oder saure Sahne
1 Esslöffel Petersilie, gehackt
Die Möhrenwürfel in der Butter mit dem Ahornsirup anschwitzen, dann die Zwiebeln und die Gewürze dazugeben und mit anschwitzen.
Die Gemüsebrühe angießen und das Ganze zum Kochen bringen. Dei Möhren bei geschlossenem Deckel bissfest dünsten.
Kurz vor Ende der Garzeit das Reismehl einstreuen (Maisstärke- oder Kartoffelmehl zuvor mit etwas kaltem Wasser anrühren) und die Flüssigkeit damit binden. Das Gemüse mit Meersalz und Zitronenschale abschmecken und die Crème fraîche unterziehen. Mit Petersilie (oder Bärlauch) bestreuen.

Bärlauch-Käse-Knöpfle mit Möhrenragout
Schlagwörter:Backen, Bärlauch, Crème fraîche, Dinkel, Dinkelmehl, Ei, emmentaler, Frühling, Karotten, Kartoffelmehl, Käse, Käsespätzle, Knöpfle, Kochen, Möhren, Möhren-Ragout, mehl, mixer, Petersilie, ragout, Reismehl, Salz, Spätzle, Tupperware, Type 630, Wasser, Zwiebel
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26. April 2013

Neulich gab’s mal wieder eine bunte Pfanne aus dem Wok. Wie ich vielleicht schonmal erwähnt habe, bin ich stolze Besitzerin eines Gasherds mit fünf Flammen. Die fünfte Flamme ist in der Mitte des Kochfeldes und hat zwei Ringe – den inneren Flammenring für starke Hitze in der Mitte des Topfs, und einen äusseren Ring für die ganz große Flamme – ideal für das Kochen mit dem Wok. Den Wok habe ich schon ewig, noch vor dem Gasherd – ich hatte ihn zusammen mit einer Heizplatte gekauft, mit dem man den Topf direkt auf den Esstisch stellen konnte – ein Party-Wok sozusagen. Man könnte das ganze also auch auf der Terrasse mit Stromanschluss machen. Seit ich auf Gas koche, wurde die Heizplatte zur Unterlage für das Käsefondue-Chaquelon…

Putengeschnetzeltes aus dem Wok
Ein Rezept braucht man eigentlich keines dafür – man kann beliebiges Fleisch verwenden, oder aber das Ganze auch vegetarisch zubereiten. In meinem Fall waren das Mini-Putenfilets (400 g), welches ich in dünne Streifen geschnitten habe. Dann wird das Fleisch in etwas Sojasauce und trockenen Sherry oder Marsala eingelegt, dazu in Scheiben geschnittener Knoblauch.
Was an Gemüse unbedingt dabei sein sollte: Paprikastreifen, Karotten- und Selleriestreifen, Frühlingszwiebeln (schräg in Stücke geschnitten) evtl. Tomate und Speisezwiebel. Ausserdem braucht man eine Brühe nach Wahl, Gemüse-, Hühner- oder Fleischbrühe) – ca. 1/8 bis 1/4 Liter. Ich hatte diesmal noch braune Champignons und Zucchini dabei. Selbstverständlich passen auch Chilischoten, in Streifen geschnittener Chinakohl, Weisskraut, Sojabohnen-Sprossen, Bambusschösslingen, chinesische Pilze, Auberginenwürfel, Ananasstücke….. – hier kann man der Fantasie freien Lauf lassen.
Zum Braten verwende ich hoch erhitzbares Sojaöl. Man erhitzt ganz wenig Öl im Wok. Das Fleisch nimmt man aus der Marinade -diese behält man für die Sauce zurück- und bestäubt das Fleisch mit Speisestärke, d. h. Kartoffelmehl oder auch Reismehl. Dann brät man zuerst das Fleisch kräftig unter Wenden an, dann kommen die Gemüsestreifen dazu – man beginnt mit dem härtesten Gemüse, d. h. Karottenstiften, Sellerie, Paprika usw. Die Tomaten kommen zum Schluss.
Dann braucht man selbstverständlich noch eine gute Wok-Gewürzmischung, möglichst ohne Glutamat, das verträgt nämlich nicht jeder. Man löscht mit etwas Brühe ab und gibt die Marinade und das Gewürz hinzu (dabei ständiges Wenden nicht vergessen!). Dann sieht das so aus:

Kochen mit dem Wok ist so wunderbar unkompliziert – natürlich braucht man ein wenig Zeit, um das Gemüse vorzubereiten, aber gekocht ist dann ganz schnell. Bei uns gibt es meist Basmati-Reis dazu, aber es passen auch chinesische Eiernudeln.

Und – wir servieren in chinesischen Schälchen, gegessen wird mit Stäbchen. Zum individuellen Nachwürzen kann man noch süß-sauer Sauce, Sojasauce (salzig), Sambal Olek (scharf) oder Pflaumenchutney (fruchtig) auf den Tisch stellen.

Schlagwörter:Bambus, Champignons, Chinakohl, Chinesisch, chinesische Eiernudeln, chinesische Pilze, Chinesische Schüssel, Fleisch, Frühlingszwiebeln, Gasherd, Gemüse, Karotten, Kartoffelmehl, Knoblauch, Kochen, kochen mit dem wok, marinade, Marsala, Möhren, ohne Glutamat, Paprika, Peperoni, Pfanne, Pilze, Pute, Puten-Mini-Filet, Putenfilet, Reis, Reismehl, Sellerie, Sojaöl, Sojabohnen, Sojasauce, Sprossen, Stäbchen, Wok, Wok Gewürz, Zucchetti, Zucchini, Zwiebel
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19. April 2013

Gestern wurde die Markgräflerin wieder mal bekocht.
Gestern Abend hatte ich es wirklich nötig, ein bisschen verwöhnt zu werden. Nachdem ich auf dem Weg von der Arbeit nach Hause mindestens 45 Minuten in einem dusseligen Stau auf der A5 gestanden hatte (Sperrung und Polizeikontrolle) war ich richtig sauer. Als dann aber ein Frühlingsblumenstrauss auf dem Tisch stand, und das Essen nur noch in der Grillpfanne gebraten werden musste, war alles gut.

Die Bratwurstspiesse sind übrigens hervorragend für den Grill geeignet.
Für zwei Personen braucht man eine Packung Nürnberger Rostbratwürstl, Zucchini, bunte Paprikaschoten, Zwiebel, etwas Mehl, Salz und Pfeffer und etwas Olivenöl zum ausstreichen der Pfanne. Die Zwiebel abziehen, in Viertel oder Achtel schneiden (je nach Größe). Zucchini waschen und quer in Scheiben schneiden, Paprika waschen, entkernen, in Stücke schneiden.
Alles abwechselnd auf Holzpiesse stecken.

Für die gebratenen (oder gegrillten) Zucchini die Zucchini längs in dünne Scheiben schneiden. Leicht mit Olivenöl bepinseln, salzen und mit Mehl bestäuben.Die Grillpfanne leicht mit Olivenöl bepinseln, aufheizen, dann die Bratwurstspiesse und die Zucchinischeiben von allen Seiten anbraten.


Den Tsatsiki-Salat hat der Markgräfler “handwaved” gemacht – das heisst ohne Rezept, einfach nur nach Gefühl. Richtig lecker. Er hat statt normaler Zwiebel, passend zur Jahreszeit, Frühlingszwiebel verwendet.
Wer ein Rezept dafür braucht – dieses Rezept für den weltbesten Tsatsiki-Salat habe ich vor vielen Jahren mal von einem guten Freund bekommen:
Tsatsiki (Griechischer Gurkensalat)
Für vier Personen braucht man:
1 mittelgroße Salatgurke
1 mittlere Zwiebel
1 Bund Dill
2 Knoblauchzehen
2 Becher Joghurt (3,5%)
200 g Magerquark (20%)
1-2 Esslöffel Olivenöl
1 Teelöffel Weißweinessig
Salz
Die Gurke schälen, längs halbieren, mit einem Löffel entkernen und fein würfeln.
Zwiebel und Dill fein hacken, Knoblauch ebenfalls fein hacken, oder durch die Presse drücken.
Joghurt, Quark, 1 Esslöffel Olivenöl, Zwiebel, Dill, Knoblauch und Essig verrühren, dann die Gurkenwürfel unterheben und mit Salz abschmecken.
1 Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen, vor dem Servieren mit etwas Olivenöl beträufeln und mit Oliven garnieren.
kali orexi – guten Appetit!

Schlagwörter:Braten, Dip, Frühling, Frühlingszwiebel, Grill, Grillen, Joghurt, Knoblauch, Kochen, Nürnberg, Nürnberger, Olivenöl, Paprika, Quark, Rostbratwürstl, Tsatsiki, Zucchini, Zwiebel
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16. April 2013

Und wir machen wieder mal einen Stilmix in der Küche – bei diesem Gericht treffen die Markgräfler und die Französische Küche aufeinander. Eigentlich eine perfekte Kombination.
Die Brägele (Bratkartoffeln) habe ich diesmal mit fein gehobelten, rohen Kartoffeln gemacht: Die geschälten, in dünne Scheiben gehobelten Kartoffeln in heißem Butterschmalz unter gelegentlichem Wenden braten, bis sie beginnen, weich zu werden. Dann (erst dann!!!) kommen Zwiebelwürfelchen dran. Zum Schluss würzt man nach Belieben mit Salz. Den Jambon Persillé kauft man entweder in Frankreich (tja, hier ist die Markgräflerin im Vorteil, da es nur wenige Kilometer bis zur Grenze sind) oder man macht ihn selbst.
Jambon Persillé heisst nichts anderes, wie Schinken, der mit viel Petersilie umhüllt wird.
Ich habe zwar ein Rezept dafür, aber man sollte sich schon ein wenig Zeit nehmen, wenn man das machen möchte. Deshalb habe ich bisher darauf verzichtet.
Den besten Jambon Persillé habe ich einmal im Urlaub im französischen Jura gegessen. Frisch vom Metzger und dazu eine frische Baguette – traumhaft.
Buon appetit!
Schlagwörter:Bourgogne, Bratkartoffeln, brägele, jambon, jambon persillé, Jura, Petersilie, Salz, Schinken, Schinkensülze, Zwiebel
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15. April 2013

In Marrokko trinkt man bei Hitze warmen Tee und isst scharf gewürzte Speisen. Und es stimmt – der Wärmeausgleich des Körpers funktioniert – besser, als wenn man eiskalte Getränke runterschüttet – das kann schlimme Magenschmerzen geben.
Am Samstag waren wir auf dem Markt und haben zum letzten Mal „Wintergemüse” gekauft – denn jetzt scheint sich der lange Winter endlich zu verabschieden. Im Kühlschrank war noch ein Glas angefangener Urloffener Meerrettich – übrig aus der Suppenfleisch-Saison. Das musste aufgebraucht werden. Da kam mir diese Suppe gerade recht.

Meerrettichsuppe mit gebratenem Bacon
(4 Portionen)
1 Zwiebel
150 g Knollensellerie
1 -2 Petersilienwurzeln (150 g)
2 Esslöffel Butter
1-2 Esslöffel Mehl
800 ml Fleischbrühe
100 ml Sahne
80 g Bacon (Frühstücksspeck) in Scheiben
2-3 Esslöffel frisch geriebener Meerrettich oder 4 Esslöffel aus dem Glas
Salz, Muskat, Petersilie (Garnitur)
Die Zwiebel abziehen und in feine Würfel hacken. Knollensellerie und Petersilienwurzel waschen, schälen und in Stücke schneiden. In einem Topf die Butter zerlassen, die Zwiebeln glasig dünsten, dann das restliche Gemüse dazugeben und einige Minuten mitdünsten. Mit Mehl bestäuben, leicht anrösten, die Brühe langsam angießen. Das ganze 10-15 Minuten köcheln lassen. Das Gemüse mit dem Mixstab pürieren, dann die Sahne angießen. Weiterköcheln, bis die Suppe sämig ist. Mit Salz und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken. Den Meerrettich kurz vor dem Servieren in die Suppe rühren.
Den Bacon in einer gusseisernen Pfanne von beiden Seiten knusprig braun braten. Die Suppe in Schälchen füllen, mit gehackter Petersilie bestreuen, den Bacon darauf legen.
Dazu passt Scharwaie mit Griebenschmalz oder Butter bestrichen.
Schlagwörter:Bacon, Eintopf, Fleischbrühe, Frühstücksspeck, Kochen, Meerrettich, Meerrettichsuppe, mehl, Muskatnuss, Petersilie, Petersilienwurzel, Rinderbrühe, Salz, Scharwaie, Sellerie, Suppe, Urloffen, Zwiebel
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10. April 2013

Gestern abend stand ich etwas ratlos vor dem Kühlschrank: Eine angefangene Packung Räucherlachs, 1 Becher Hüttenkäse zwei Tage vor Verfalldatum. Es sollte weg. Dann fiel mir ein, dass ich im Keller noch eine Packung Enchiladas hatte – seit etwa drei Monaten abgelaufen. Die Packung aufgemacht, daran geschnuppert – riecht noch gut. TK-Spinat war noch im TK Schrank.
Also gut – wieso nicht mal Enchiladas (dünne Maispfannkuchen) mit Spinat, Lachs und Hüttenkäse füllen.?
Ich habe also eine Zwiebel in feine Würfel geschnitten, in etwas Butter angedünstet, dann den gefrorenen Spinat dazugeben. Bei milder Hitze und unter Rühren in der Pfanne auftauen. Bei Bedarf noch etwas Wasser hinzufügen. Zum Schluss mit Salz, Pfeffer und nach Belieben mit gekörner Brühe würzen und den Hüttenkäse untermischen. Den Lachs auf die Enchiladas legen, einen Klecks Spinat darauf verteilen und einrollen. In eine Auflaufform legen, ein wenig Hartkäse (Emmentaler, Cheddar, Greyerzer etc.) darüber reiben und bei 200 °C im Backofen überbacken, bis der Käse zerlaufen ist.
Einige Minuten abkühlen lassen, dann servieren.


Ich war überrascht – die Kombination hat sehr gut geschmeckt, wenn auch die Enchiladas einwenig auseinandergefallen sind – aussen waren sie superknusprig…. Die restlichen Enchiladas habe ich übrigens in Tortenstücke geschnitten und auf der Dauerbackfolie (direkt auf den Rost legen) zu Tortilla Chips knusprig aufgebacken. So kann man die Resthitze des Ofens ausnutzen.
Schlagwörter:Abendessen, Backen, Butter, Enchiladas, gekörnte Brühe, Hüttenkäse, Kochen, Pfeffer, Salz, Spinat, tortilla chips, Zwiebel
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5. April 2013

(…) Das könnt ihr glauben, dass die Vögel dort gebraten in der Luft herumfliegen, Gänse und Truthähne, Tauben und Kapaunen, Lerchen und Krammetsvögel, und wem es zu viel Mühe macht, die Hand danach auszustrecken, dem fliegen sie schnurstracks ins Maul hinein. (…)
Aus Gebrüder Grimm – Das Märchen vom Schlaraffenland
Heute gibt es mal etwas aussergewöhnliches auf dem Teller. Täubchen landete früher wohl öfters auf den Tellern, und die waren dann besonders köstlich, sonst hätten die Gebrüder Grimm sie bestimmt nicht als eine besondere Speise aus dem Schlaraffenland beschrieben. Damals gab es auch noch nicht so viele müllschluckende Tauben, die Wildtauben waren noch sauber und gepflegt. Auch Goethe zählte angeblich Täubchen zu seinen Leibspeisen.
Diese Taube haben wir in Mulhouse auf dem Markt gekauft – eine Zuchttaube, ordentlich gefüttert.

Wir hatten vorsichtshalber nur eine für zwei Personen gekauft, falls uns das Tierchen nicht munden sollte. Dann wäre der stolze Preis von 8,50 Euro für das Abendessen ein wenig zu teuer gewesen. Aber sie hat ja geschmeckt….
Die Zubereitung war allerdings anfangs etwas gewöhnungsbedürftig – Kopf und Krallen waren noch dran, und selbstverständlich musste ich die Taube auch noch ausnehmen, da war nämlich auch noch alles drin. Die Details möchte ich euch ersparen, deshalb gibt es hier auch ein Bild auf dem man Kopf und Krallen nicht sehen kann.

Ein Hackebeil und eine Geflügelschere sollte man im Haus haben, wenn man sowas vorhat…
Man entfernt also Kopf und Krallen und scheidet dann vom Kopf her mit der Geflügelschere den Brustkorb auf. Die Leber (das ganz dunkle Teil der Innereien) behält man zurück, den Rest der Innereien wirft man weg. Dann spült man die Taube mit viel kaltem Wasser gründlich ab.
Und nun kommt das Rezept – übrigens aus einem ganz alten italienischen Kochbuch – für Taube mit Oliven (das Grundrezept ist für drei Tauben.
Piccioni alle olive – Tauben mit Oliven
3 Tauben
1 dicke Scheibe Prosciutto, etwa 150 g schwer
(ich habe Schwarzwälder Speck verwendet)
2 Frühlingszwiebeln, gehackt
(ich habe normale, weiße Zwiebel verwendet)
2 Lorbeerblätter
1 Esslöffel frische Wacholderbeeren
(3-4 getrocknete)
60 ml natives Olivenöl
250 ml klare Rinderbrühe
60 ml trockener Marsala
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
3 Scheiben Pancetta
180 g grüne Oliven, entkernt
Die Tauben wie oben beschrieben vorbereiten. Den Prosciutto in kleine Stücke schneiden. In einem Topf Prosciutto, Taubenlebern, gehackte Frühlingszwiebeln, Lorbeerblätter, Wacholderbeeren und zwei Esslöffel Öl vermischen. Einige Minuten bei starker Hitze garen. 120 ml Brühe und den Marsala hinzufügen. Die Temperatur reduzieren. Mit Salz und Pfeffer würzen und den Deckel auflegen. Den Topfinhalt etwa 30 Minuten garen, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Die Füllmasse fein hacken (Lorbeerblätter vorher entfernen) und in die Tauben füllen.

Die Pancetta-Scheiben um die Tauben wickeln und zusammenbinden.

Mit 1 Esslöffel Öl bestreichen und mit Salz und Pfeffer würzen. Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C etwa eine Stunde braten, zwischendurch mit dem restlichen Öl bepinseln. Die verbliebene Brühe und die Oliven hinzufügen. 5 Minuten garen und dabei rühren, um den Bodensatz zu lösen. Die Tauben auf einer großen, ovalen Servierplatte anrichten (Faden aufschneiden und entfernen). Die Oliven darum verteilen, mit dem Bratenfond überziehen und servieren.

Bei uns gab es frisches Baguette (auch vom Markt in Mulhouse) dazu.

Schlagwörter:Olivenöl, Lorbeerblatt, Oliven, Speck, Zwiebel, Pfeffer, Salz, Markt, Frühlingszwiebel, Marsala, Leber, Rinderbrühe, Taube, Prosciutto, Schlaraffenland, gebratene Tauben, grüne Oliven, Pancetta, Wacholderbeeren, Gebrüder Grimm, Goethe, märchen vom schlaraffenland, piccioni
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