Mit ‘Toskana’ getaggte Artikel

Dolcini alle Mandorle – Mandelplätzchen aus Grosseto

3. Juni 2012

Wer das Rezept für die Patisserie Creme und die Erdbeertörtchen aufmerksam gelesen und vielleicht auch ausprobiert hat, wird festgestellt haben, dass nun 5 Eiweiß übrig sind. Ich wollte schon lange einmal versuchen, ob ich die Amaretti vom Markt in Luino auch selbst backen kann.
Naja, an der Form muss ich noch etwas arbeiten, aber der Geschmack ist super-klasse! Ein weiterer Versuch war, eine Amarenakirsche in das  Plätzchen zu integrieren – naja…ich musste die Kekse im lauwarmem Zustand ein wenig zusammendrücken, sonst wäre die Kirsche in der Mitte durchgefallen – passt aber geschmacklich auch sehr gut.

Das Rezept aus einem Toskanischen Kochbuch lautet so:

1 Eßlöffel Butter
300 g Mandelkerne, blanchiert, geschält und gehackt
150 g Puderzucker
5 Eiweiß
60 g Zucker

Mandeln hacken

Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und das Papier mit Butter einfetten.
In einer Schüssel die Mandeln mit dem Puderzucker vermischen. Das Eiweiß in einer großen Rührschüssel steif schlagen. Den Zucker und die Mandeln mit dem Puderzucker behutsam unter den Eischnee heben.

Den Mandelteig löffelweise im Abstandvon etwa 2,5 cm auf das Backblech setzen. Dei Plätzchen etwa 20 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.
Die Mandelpoätzchen vom Backpapier abheben und auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.

Viele Kinder nehmen diese Plätzchen in die Schule mit. Da die Kekse in einem luftdicht verschlossenen Behälter lange frisch bleiben, lohnt es sich, größere Mengen davon zu backen.

Das nächste Mal versuche ich es mal mit ganz fein gemahlenen Mandeln, vielleicht wird die Masse dann etwas kompakter und Sie sehen aus wie die Amarettini…
Ich habe noch ein wenig Bittermandelöl in die Masse getan – das schmeckt sehr fein, wenn man Marzipangeschmack mag.

David

11. April 2012

Wir waren natürlich nicht nur zum Shoppen in Florenz – den David mussten wir uns auch unbedingt anschauen….

Auf der Piazza Michelangelo, über der Stadt, steht er nochmal….

…und dann steht er noch ganz oft an den Souvenirbuden -und Männer können sich sogar mit einem ganz besonderen “Teil” von David ausstatten :-o

Schwedisch-italienische Reistorte zum Geburtstag (…und Halloween)

28. Oktober 2011

Morgen ist mein Geburtstag – und gewissermaßen auch
1. Blog-Geburtstag. Angefangen hatte ich ihn zwar schon im Februar 2010, aber noch sehr laienhaft. So richtig begonnen habe ich das eigentlich erst Ende Oktober/Anfang November mit meinem Post über Kann denn Butter Sünde sein und Horst Lichters Schoko-Bananen-Baileys Torte.
Für einen meiner Geburtstagsgäste muss die Torte glutenfrei sein. Dazu ist mir die schwedische Reistorte zum Geburtstag aus “Bei Astrid Lindren zu Tisch”, Sybil Gräfin Schönfeldt (Arche Verlag, 2007- zum 100. Geburtstag) eingefallen:

Geburtstag in Schweden
Es ist wie bei uns ein besonderer Tag voll Freude und Überraschungen.
Noch vor der Zeit “der Märchen und Sagen” glaubte man an die Gefahr durch böse Geister und an die Macht der Freundschaft und Liebe, einen Menschen am Anfang eines neuen Lebensjahres zu schützen. Darum wünscht man schon am frühen Morgen Glück und Segen, um allem Unheil zuvorzukommen. Darum lud man Freunde ein, sodass die Dämonen nicht wussten, wer das Geburtstagskind war. Darum fassten sich alle an den Händen, um einen unzerstörbaren Kreis um das Geburtstagskind zu schließen.
Und dass Astrid Lindgrens Kuchen für die Enkel so viele Reiskörner und Eier enthielt, hängt nicht nur mit dem Wohlgeschmack zusammen.
Reiskörner bedeuten ebenso wie Eier Reichtum, Fruchtbarkeit und gutes Leben. Aber wichtiger ist: Ein Kuchen  von der Großmutter ist nichts als Liebe, und die ist wahrhaftig das schönste Geschenk.”

Aber nur so, mit Reis und Eiern ist sie mir etwas zu langweilig. Also habe ich ein zweites Buch zu Rate gezogen und ein toskanisches Rezept mit Äpfeln, Rosinen und Vin Santo gefunden. Da man ja nie so recht weiß, ob jeder Rosinen mag, habe ich entschieden, beide Rezepte zu kombinieren, und das kam dabei heraus:

Die Zutaten für eine Torte mit 26 cm Durchmesser:

Reisbrei

1 Liter Milch
75 g Zucker
25 g Butter
1 Vanilleschote
1 Prise Salz
150 g Rundkornreis (Milchreis)

Die Milch mit Zucker und Butter heiß werden lassen die Vanilleschote aufschlitzen, das Mark herauskratzen und mit der Schote und dem Salz zur Milch geben und leise kochen lassen. Den Reis in zwei Liter kochendes Wasser schütten, unter gelegentlichem Umrühren 5-10 Minuten leise kochen lassen. Vanilleschote aus der Milch nehmen. Den Reis auf ein Sieb gießen, gut abtropfen lassen und in die kochende Milch schütten. Wieder aufkochen lassen, unter ständigem Rühren 5 Minuten weiterkochen, dann entweder auf schwacher Hitze im zugedeckten Topf 30 Minuten quellen oder im verschlossenen Topf 30 Minuten im auf 200 °C vorgeheizten Ofen garen lassen.

Zur Weihnachtsgrütze wird der Reisbrei, indem man ihn in eine große Schüssel füllt und eine geschälte Mandel unterrührt.
Wer diese Mandel erwischt, hat Glück und ist der König.

Reistorte zum Geburtstag

Reisbrei (siehe oben)
5 Eigelb
100 g Zucker
5 Eiweiß
1 Zitrone, unbehandelt
Butter (und Brösel) für die Form – da meine Torte glutenfrei sein soll, habe ich auf die Brösel verzichtet, dafür den Boden der Form mit Backpapier ausgelegt und den Rand gut mit Butter eingefettet

Für die italienische Variante:
Nach Belieben 60 g Rosinen in 240 ml Vin Santo oder anderer, weißer Dessertwein: z. B. ein Gewürztraminer, Muskatwein…
6 Stunden lang einlegen und unter den Reis mischen
Den Reisbrei mit einer Messerspitze frisch geriebenen Muskatnuss und einem Teelöffel Zimt würzen.

Den Reisbrei in eine Schüssel schütten, Eigelb und Zucker weißcremig rühren, die Eiweiße mit einer Prise Zucker, etwas Zitronensaft und der abgeriebenen Schale der Zitrone zu einem steifen Schnee schlagen. Beides mit dem Reisbrei vermengen und diesen in eine gut ausgebutterte (und ausgebröselte) Springform füllen, in den auf 180 – 200 °C vorgeheizten Ofen schieben und 50 – 60 Minuten backen.
2 Äpfel schälen, mit einem Apfelteiler teilen und die Teile in feine Scheiben schneiden. Nach 10 – 15 Minuten im Ofen die Torte damit kreisförmig belegen, 1 – 2 Esslöffel Zucker darüber streuen und fertig backen.
Nach dem Backen erst vollständig auskühlen lassen, dann den Kuchen vorsichtig vom Rand und aus der Form lösen.

Der italienische Reiskuchen mit Äpfeln “Pasticcio di Riso e Mele” wird zur Weihnachtszeit serviert.

Das Markgräflerland, die Toskana Deutschlands!?

20. Juli 2011

…hm, derzeit eher nicht, da erinnert alles ein bißchen an England und “pissing rain”.
Naja, das Thema Teatime-Klassiker hatten wir schon, aber italienisches Gebäck zum Espresso oder Tee?
Ich war zwar noch nie in der Toskana (steht immer noch auf meiner Wunschliste) aber ich habe schon einmal Cantuccini gebacken, aber das ist schon lange her.
Die Amaretti sind uns auch ausgegangen.
Also ran an den Backofen und toskanisches Gebäck zaubern, für Plätzchen ist es ja noch etwas zu früh.
Dazu passt ein Gläschen Vin Santo oder Marsala oder ein Markgräfler Eiswein, auf jeden Fall süß.


Cantuccini aus der Toscana

Zutaten:

125 g Mandeln, ganz
250 g Mehl
250 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 gestrichener Teelöffel Backpulver
1 Prise Salz
2 Eier
Backpapier

Die Mandel einen Topf mit kochendem Wasser geben und einmal aufkochen lassen, kalt abschrecken, aus der Schale drücken und auf Küchenkrepp 1 Stunde trockenen lassen, dann grob hacken.
In einer Schüssel das Mehl mit dem Zucker, dem Vanillezucker und dem Backpulver mischen, Salz, Eier und Mandeln zugeben und alles gut durchkneten. Aus dem Teig mit bemehlten Händen mehrere Rollen mit ca. 2 cm Durchmesser formen. den Backofen auf 175 °C  vorheizen.
Das Backblech mit Backpapier belegen. Die Rollen darauf legen und ca. 15 Minuten hell backen.
Dann aus dem Backofen nehmen und die Rollen schräg in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. Wieder auf das Blech legen und weitere 10-15 Minuten trocknen.


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