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9. März 2013

Während ich im Garten aufgeräumt habe, hat heute der Markgräfler gekocht und gebacken!

Die Markgräflerin bei der Gartenarbeit im Vorgarten (Nordseite)…
Den Altdorfer Beerlikuchen aus der Schweiz (Kanton Uri) hatte er im Internet entdeckt und wollte ihn unbedingt mal ausprobieren. Und mit ein klein wenig Hilfe (eine Backform auslegen… welche Form nehme ich nur, und wie kommt der Teig rein???) hat das wunderbar geklappt. Den Beerlikuchen isst man lauwarm (etwa wie Apfelstrudel). Dazu passt Vanillesauce, oder Vanille-Eis (hier eines mit Chocolate Cookies-Stückchen).

Ein einfacher Kuchen. Die Sultanien werden zuvor in Rotwein eingelegt. Im Rezept sind nur 30 Minuten angegeben. Ich würde sie beim nächsten Mal aber über Nacht einlegen, damit die Sultaninen noch mehr aufquellen und den Rotwein komplett aufnehmen können.
Altdorfer Beerlikuchen
Die Zutaten:
500 g Blätterteig
(oder zwei bereits rund ausgewellte Blätterteigböden)
300 g Sultaninen
125 ml Rotwein
1 Eigelb
Zubereitung:
Die Sultaninen für 30 Minuten in den Rotwein einlegen.
Der Markgräfler hat einen Spätburgunder Rotwein aus Baden verwendet. Ich würde beim nächsten mal zu einem kräftigerem Rotwein greifen, etwa zu einem Merlot.


Den Blätterteig in 2 Stücken auf etwa 3 mm dick ausrollen. Mit dem ersten Teigstück eine gebutterte Backform auslegen. Den Teigboden mit einer Gabel einstechen und die eingeweichten Sultaninen darauf verteilen.


Den Teigrand mit etwas Wasser befeuchten, das zweite Teigstück als Deckel darüber geben und gut andrücken. Mit dem Eigelb bestreiche und mit einer Gabel kreisförmige Verzierungen eindrücken (wir haben den Teig ringsum mit einer Gabel einegestochen).

Den Kuchen im vorgeheizten Backofen während 25 Minuten bei 200 °C backen. Lauwarm servieren.



Und hier noch ein paar Gartenbilder, die der Markgräfler mit seiner kleinen Canon IXUS 100IS gemacht hat…


Krokusse auf der Südseite des Hauses, Schneeglöckchen auf der Nordseite.

Schneeglöckchen

Gänseblümchen – Daisy
Schlagwörter:Altdorf, Backen, Beerlikuchen, Blätterteig, canon ixus, chocolate cookies, Frühling, Garten, gartenarbeit, Gänseblümchen, Kanton, Krokusse, März, Rotwein, Schneeglöckchen, Schweiz, Sultaninen, Uri
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3. März 2013

Torta di Pane – Brottorte aus dem Tessin
Der Markgräfler meinte, es sei mal wieder Zeit für eine Tessiner Brottorte, da der Sammelbehälter für die trockenen Brotreste schon wieder überquillt. Semmelbrösel sind noch genügend da – Also gut…. und diesmal zeige ich noch mehr Bilder, wie die Torte gemacht wird:

Torta di pane – Tessiner Brottorte
Zutaten:
1 l Milch
1 Vanilleschote
300 g altbackenes Weißbrot
150 g Zwieback
150 g Rosinen
80 g ungeschälte Mandeln
200 g Zucker
4 Eier
1 Esslöffel Mandellikör
1 Prise Salz
½ Esslöffel Zimt
2 Esslöffel Kakao
1 Prise geriebene Muskatnuss
abgeriebene Schale einer ½ unbehandelten Zitrone
je 1 Esslöffel abgezogenen Mandeln und Pinienkerne
Semmelbrösel, 2 Esslöffel Puderzucker, 2 Esslöffel Butter
Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten
Ruhezeit: 2 Stunden
Backen: 1 Stunde 15 Min
Die Milch mit der aufgeschnittenen Vanilleschote aufkochen. Das Weißbrot zerbröckeln, in eine Schüssel geben und mit der heißen Milch übergießen. Zugedeckt 1 Stunde stehen lassen, während der Zeit öfter durchrühren.

Den Zwieback in kleine Stücke brechen, zu dem Brot in die Schüssel geben und 1 weitere Stunde weichen lassen.

Die Rosinen waschen, abtropfen lassen und auf Küchenkrepp trocknen. Die Mandeln grobhacken.
Die Form einfetten und mit Semmelbröseln ausstreuen.
Die Brotmasse kräftig durchrühren.

Den Zucker mit den Eiern cremig rühren, bis der Zucker ganz aufgelöst ist. Den Mandellikör, das Salz, den Zimt, den Kakao, die geriebene Muskatnuss und die Zitronenschale unterrühren.

Die Rosinen und die gehackten Mandeln in die Crememasse mischen. Alles mit der Brotmasse vermengen.
Den Backofen auf 200°C vorheizen.
Den Teig in die Form füllen. Den Teigrand mit den abgezogenen Mandeln belegen und die Pinienkerne in die Mitte streuen die Butter in Flöckchen verteilen.

Auf der mittleren Schiene 1 Stunde und 15 Minuten backen. Nach 15 Minuten Backzeit auf 180 °C zurückschalten.


Die Brottorte aus der Form lösen, auf einem Kuchengitter abkühlen lassen und mit dem Puderzucker bestäuben.

Schlagwörter:altbackenes Brot verwenden, Amaretto, Backen, Brottorte, Eier, Kakaopulver, Kuchen, Mandellikör, Mandeln, Milch, Muskatnuss, Pinienkerne, prise, Puderzucker, Schweiz, Tessin, Torta di Pane, trockenes Brot verwerten, Vanille, Zimt, Zwieback
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4. Februar 2013

Dieses Rezept ist schon lange überfällig… Das Foto ist an der Basler Fasnacht 2012 entstanden, die Fasnachtsküchli dienten hier einem Juwelier als Schaufensterdekoration für edlen Schmuck. Am 18. Februar 2013 ist es wieder soweit, die Basler Fasnacht beginnt mit dem Morgenstraich um vier Uhr morgens. Alle Lichter gehen aus, aus den Gassen nähern sich die Pfiffer und Tambouren (Piccolo-Flöten Spieler und Trommler). Mit dabei sind die beleuchteten Laternen, die das Sujet (Motto) der Fasnachtscliquen zeigen.

Liestal 2006

Basler Trommel 2012
Wer mag, kann die Fasnacht schon am Vorabend in Liestal, Kanton Basel-Landschaft beginnen, mit dem Chienbäse. Der Umzug startet um 19:15 Uhr. Hartgesottene machen die Nacht durch, fahren nach Basel und vertreiben sich die Zeit bis zum Morgenstraich in einer Kneipe – vor Jahren waren wir einmal in der Bahnhofsgaststätte Basel SBB – dort war’s schon rappelvoll. Wer mag, kann sich schonmal ein wenig stärken. Hier geht’s zum Morgenstraich Menu mit Basler Mehlsuppe, Ziiebelewaie und Orangen-Panna-Cotta mit Cranberry Sauce.
Im Markgräflerland gibt es die Tradition des Fasnachtsfeuers und Schiibeschlage, Schibi-Schibo, d’Schiebe soll go… Damit sollen die Geister des Winters vertrieben werden.
Wer seine Scheibe besonders weit in den Himmel schießt, soll Glück und Geld in diesem Jahr haben.
Hier noch Bilder aus Liestal, 2006 war das. Wie man sieht, hatte es damals Schnee – der sollte damals noch dicker kommen….

Der Chienbäse – ein Besen aus Holzscheitern, der angezündet und durch die Liestaler Altstadt getragen wird. Sie sind nicht nur sehr schwer, sondern auch extrem gefährlich

Ein Vorgeschmack auf den Basler Morgenstraich




Fasnachtsküchli, Schweiz
Fasnachtsküchli, Schweiz
Berner Kochbuch, 1961
Für 4 Personen
Küchli (schwimmend gebacken)
Zum Schwimmendbacken eine tiefe Eisenpfanne verwenden. Als Backfett eignet sich am besten Öl, doch kann man auch Süssfett verwenden (…)
Bevor man anfängt zu backen, muss das Fett die richtige Temperatur haben (150-180°). Man prüft sie, indem man ein Stücklein Teig hineingibt. Dieses soll sofort nach oben steigen und sich bräunen.
Es empfiehlt sich, ein Probegebäck herzustellen, um die Backdauer festzustellen. Das Gebäck soll gut durchgebacken sein, wenn es braun ist. Nich zuviel Backgut auf einmal in die Pfanne geben , damit sich das Fett nich zu stark abkühlt. Man achte darauf, dass das Fett während des Backens nicht zu heiss wird, eventuell unter Verwendung eine Backthermometers.
1. Art:
400 g Mehl
1 Kaffeelöffel Salz
50 g Butter
3 Eier
3 Löffel Milch
Backfett
2. Art
500 g Mehl
1 Kaffeelöffel Salz
5 grosse Eier
1 1/2 dl Rahm (=150 ml)
Das Mehl im Kranz in die Schüssel geben, Salz, flüssige Butter, Eier und Milch in die Mitte geben und alles zu einem Teig verarbeiten. Den Teig auf dem Tisch gut kneten und schlagen, bis er sehr elastisch ist. Den Teig wenigstens 20 Minuten ruhen lassen, mit einem Messer in 20-24 Stücke schneiden und diese papierdünn und möglichst rund auswallen oder ausziehen. In einer tiefen Eisenpfanne das Fett heissmachen und die Küchli rasch beidseitig hellgelb backen. Herausnehmen, zum Abtropfen auf ein Drahtgitter legen und auf der Platte mit Staubzucker bestreuen.
Schlagwörter:Öl, Backen, Basel, Basel-Landschaft, Basler Fasnacht, Basler Fasnachtsküchli, Chienbäse, Fasnachtsfeuer, Fasnachtsküchli, Fettgebackenes, heiss, Kochen, Laternen, Liestal, Markgräflerland, mehlsuppe, Morgenstraich, Orangen, Pfiffer, Puderzucekr, Schiiebeschlage, Schweiz, Schweizer Fasnachtsküchli, Staubzucker, Tambour, Tambouren, Trommler, Winter vertreiben, Ziiebelewaie
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26. Januar 2013

Schon wieder Samstag – wie die Zeit vergeht…. Samstag gibt es alles aus einem Topf. Diesmal habe ich für euch ein Rezept aus der Schweiz ausprobiert. Es passt wunderbar zu kaltem Wetter, also ein 1A Saisonrezept:
Kartoffel-Lauch Gemüse mit Waadtländer Saucisson
Für 2 Portionen (für 4 Portionen Mengen verdoppeln)
400 g Lauch (Porree)
1 Zwiebel
250 g mehlig kochende Kartoffeln
1/2 Esslöffel Butter
50 ml trockener Weisswein (z. B. Markgräfler Gutedel)
100 ml Gemüsebouillon (Brühe)
Salz, Pfeffer
1 Saucisson aus dem Waadtland
90 ml saure Sahne oder crème fraîche
ein wenig Thymian
Den Lauch je nach Dicke längs halbieren, waschen und in ca. 5 cm lange Stücke schneiden. Die Zwiebel abziehen und fein hacken. Die Kartoffeln schälen und in Viertel schneiden.
Die Zwiebelwürfel in Butter glasig dünsten, den Lauch hinzugeben und mitdünsten. Mit Wein ablöschen, einkochen lassen. Die Bouillon dazugiessen, würzen. Die Saucisson auf das Lauchgemüse legen und 10 Minuten köcheln. Die Kartoffeln dazugeben und alles weitere 45 Minuten zugedeckt köcheln lassen.

Wenn nötig, etwas Bouillon nachgiessen. Dei Würste herausnehmen und warm stellen.
Die saure Sahne zum Lauch giessen, sämig einkochen lassen. Mit Thymian abschmecken. Würste aufschneiden und auf dem Lauch-Kartoffel-Gemüse servieren.
Schlagwörter:Bouillon, Butter, Crème fraîche, Eintopf, Gemüsebrühe, Kartoffeln;, Kochen, Lauch, mehligkochend, Pfeffer, Porree, Sahne, Saison, Salz, Saucisson, saure sahne, Schweiz, Thymian, Waadtländer Saucisson, Wein, Weisswein, Wintertgemüse, Wurst, Zwiebel
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24. Januar 2013

Draussen ist es wieder knackig kalt und Schnee gab’s diese Woche auch schon kräftig. Was in den Skigebieten toll ist, ist für die Berufs-pendelnden Autofahrer wie mich einfach nur lästig. Denn das bedeutet morgens extra früh aufstehen, um rechtzeitig bei der Arbeit zu sein und das macht natürlich überhaupt keinen Spass, wenn es draussen kalt und dunkel ist.
Aber am Wochenende, da kann man das genießen. Nach einem langen Spaziergang in der Winterlandschaft, eingemummelt in dicker Jacke, Schal und Mütze, kommt ein deftiges Käsefondue gerade richtig.
Und ich bestehe darauf – die Schweizer haben’s erfunden!!! Deshalb kommt bei mir auch nur der original Schweizer Käse in den Topf, besser gesagt ins Chaquelon…
Einzige Ausnahme bei der Zubereitung : Statt des Neuenburger Fendant (Weisswein vom Neuenburger See) verwenden wir einen trockenen Markgräfler Gutedel.
Der Wein hat nämlich den gleichen Ursprung – und erfunden oder zu uns mitgebracht haben den die Römer.

Und ihr wisst ja – wer sein Brot im Fondue versenkt wird nach den Spielregeln von Asterix und Obelix anschliessend zur Strafe im Genfer See versenkt… (Asterix bei den Schweizern)
Heutzutage wird man zum Trinken von Schnaps, nämlich Kirschwasser verdonnert. Wir machen zum Käsefondue immer einen Roibusch oder einen Schwarztee. Das soll gut für die Verdauung des Käses sein. Ein Schnäpschen gibt es dann allenfalls hinterher.
C H Ä S F O N D U E
Zutaten für 2 Personen (pro Person rechnet man 200 g Käse),
für 4 Personen einfach die Menge verdoppeln:
400 g geriebenen oder geraffelten Käse
(2/3 Greyezer, 1/3 Emmentaler)
2 Knoblauchzehen
2 dl (= 200 ml) leichten, eher sauren Weißwein (Fendant)
2 gestrichene Kaffeelöffel Maisstärke (Maizena) oder Kartoffelmehl
1 Gläschen Kirsch
Pfeffer, Muskatnuss und Paprika nach Belieben
Weißbrot (Baguette), in Würfel geschnitten
Die Zubereitung ist ganz einfach:
Das Caquelon mit einer durchgeschnittenen Knoblauchzehe ausreiben und 1 fein gehackte Knoblauchzehe ins Caquelon geben.

Auf den Herd stellen. Käse und Maisstärke (oder Kartoffelmehl) hineingeben, Wein dazugießen und unter stetem Rühren (gelochter Rührlöffel, achtförmig) bei großer Hitze aufkochen.

Nach Belieben würzen und den Kirsch dazugeben. Nochmals unter Rühren 1-2 Minuten kochen lassen. Fertig!

Das Fondue auf ein Rechaud in die Tischmitte stellen. Brotwürfel (sehr saugfähig und deshalb besonders gut für Fondue geeignet ist Brot vom Vortag!) auf die Fonduegabel stecken und mit kreisenden Bewegungen im Topf mit Fondue überziehen.
En Guete (Guten Appetit) !

Dazu serviert man Mixed Pickles und trinkt Weißwein. Ich habe auch schon Varianten mit Gemüse ausprobiert, z. B. Blumenkohlröschen kochen, Paprika in Stücke schneiden, oder sogar Staudensellerie – und Champignons kann ich mir auch gut vorstellen.
Die Käsemischung ist eine Philosophie für sich. Mancherorts besteht man darauf, dass sie aus drei Käsesorten bestehen muss, z. B. mit Vacherin Fribourgois oder nur Greyezer (französischer Comté ginge auch) enthält
Recipe in English
F O N D U E
Ingredients for 2 persons
1/2 pound shredded or finely cut cheese
(2/3 Switzerland Gruyère, 1/3 Switzerland Swiss)
2 cloves of garlic
1 cup light, dry white wine
2 level teaspoons liquid corn starch
1 shot-glass kirsch
Pepper, nutmeg and paprika to taste
Cubed French or Italian bread, crust on each cube
Preparation:
Rub caquelon with garlic and leave 1 chopped clove of garlic inside. Place caquelon on stove.
Add cheese and corn starch, then wine, stirring constantly at high temperature. Add spices and kirsch as desired. Stir another 1-2 minutes while cooking until the ingredients are well blended. Now transfer your Fondue to a rechaud on the table. Bon appetit!
Schlagwörter:Alpen, Baguette, Brot, fendant, Fondue, Hüttenzauber, Kartoffelmehl, Kartoffelstärke, Käse, Käse schmelzen, Käsefondue, kirsch, Kirschwasser, Kochen, Maisstärke, Maizena, Mixed Pickles, Muskatnuss, Paprika, Pfeffer, Roibusch Tee, schnaps, Schwarztee, Schweiz, schweizer Käse, Tee
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23. Januar 2013

Ein wirklich feines Wintergemüse ist der Rosenkohl. Kleine, grüne, äusserst hübsche Röschen, die aussehen wie Miniatur-Kohlköpfe und die ausserdem noch besonders gesund sind. Oft sieht er auf dem Teller dunkelgrün und vermatscht aus, weil er zu lange gekocht wurde. Mein Tipp: Nur 5 Minuten in Salzwasser kochen, dann kalt abschrecken, abtropfen lassen und in einer Pfanne mit etwas Butter fertiggaren. So behält er seine schöne Farbe… für diese Tarte oder Quiche – wie man sie auch bezeichnen mag, ist das nicht nötig.

Rosenkohl enthält viel Vitamin C, B und A, Folsäure, Eisen und Calzium. Kohl sagt man im Allgemeinen nach, er könnte das Risiko für bestimmte Krebskrankheiten mindern.
In England heisst der Rosenkohl „Brussels Sprout”, in Frankreich nennt man ihn „Choux de Bruxelles”, weil er angeblich in Belgien stammt.
Seine Aromen kommen erst so richtig zur Geltung, wenn einmal Frost darüber gegagen ist. Na denn, beste Zeit für Rosenkohl!

Rosenkohltarte
für eine Form mit 24-26 cm Ø
Für den Teig:
250 g Mehl
1 Ei
150 g Butter
1 Prise Salz
Für die Füllung:
750 g Rosenkohl
etwas Semmelbrösel
2 Eier
150 g Sahne
100 g geriebener Bergkäse
(z. B. Seelisberger aus der Schweiz)
Salz, Pfeffer, frisch geriebene Muskatnuss
eine Handvoll Walnusskerne
Für den Teig Mehl, Ei, kalte Butter und Salz rasch verkneten, 2 Esslöffel eiskaltes Wasser dazukneten, zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie gewickelt für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.
Den Rosenkohl putzen, waschen, Enden kreuzförmig einschneiden. In reichlich Salzwasser 12 Minuten kochen lassen, abgießen und abtropfen lassen.
Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwas größer ausrollen, so dass in der Form ein Rand gebildet werden kann. Eine Quicheform damit auslegen, mit einer Gabel mehrmals einstechen und mit etwas Semmelbrösel bestreuen. Mit den Rosenkohlröschen belegen. Den Ofen auf 200 °C vorheizen.

Eier und Sahne miteinander verquirlen, den geriebenen Bergkäse untermischen, mit einer kräftigen Prise Muskatnuss und etwas Salz und Pfeffer würzen. Den Guss gleichmässig über dem Rosenkohl verteilen. Die Tarte/Quiche in der Mitte des Backofens bei 200 °C 35 Minuten backen.
Die Walnusskerne hacken (Haselnüsse passen auch) und 10 Minuten vor Ende der Backzeit über die Tarte/Quiche streuen.
Vor dem Servieren 10 Minuten ruhen lassen.


Schlagwörter:Backen, Berkgäse, choux de bruxelles, Ei, gesund, Kochen, kohl, mehl, Muskatnuss, Pfeffer, Quiche, Rosenkohl, Rosenkohlquiche, Rosenkohltarte, Sahne, Salz, Schweiz, Seelisberg, Seelisberger Bergkäse, Tarte, Walnüsse, Wintergemüse
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17. Dezember 2012

Im Adventskalender-Fenster von gestern hatten wir ja schon die Tessiner Marronisuppe, jetzt gibt es noch ein süßes Rezept aus der Küche der Schweizerin Kathrin Rüegg, die lange im Tessin lebte und über ihr Leben und ihr damaliges Aussteiger-Dasein mehrere Bücher geschrieben hat. Ich selbst war vor vielen Jahren während eines Tessin-Urlaubs einmal in ihrem kleinen Laden in Gerra-Verzasca, wo sie allerlei selbstgemachtes verkauft hatte. Leider haben wir sie damals nicht angetroffen. Aber sie war einige Male mit einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Neuenburg zusammen mit Werner O. Feißt, der damals auch Mit-Initiator des Linzertorten -Backwettbewerbes war. Dort konnte man auch ein paar Worte mit den beiden wechseln und sich eine nette Widmung in das neu erworbene Buch schreiben lassen.
Beide leben inzwischen nicht mehr, aber ihre Kochsendung „Was die Großmutter noch wußte”, in der sich beide immer gerne neckten, und nebenbei noch kochten und alles genau erklärten, bleibt unvergessen. Mit von der Partie war auch immer ein Oekotrophologe Nicolai Worm, der ernährungswissenschaftliche Aspekte zum Sendungsthema darlegte, und die Medizinerin Ina Ilkhanipur, die Gesundheitstipps gab.

Rezept für hausgemachte Kastanientruffes (nach Kathrin Rüegg/Werner O. Feißt)
600 g Kastanien
1/2 Liter Milch
1 Vanillestengel, der Länge nach aufgeschnitten
4 Esslöffel Puderzucker
2 Esslöffel Kakaopulver (1)
75 g frische Butter
2 Esslöffel Rum
2 Esslöffel Kakaopulver (2)
Die gewaschenen Kastanien auf der gewölbten Seite kreuzweise einschneiden. Milch, Salz und Vanillestengel aufkochen. Die Kastanien beigeben und auf kleiner Flamme 40 Minuten kochen. Abseihen. Die Kastanien so heiß wie möglich schälen. Durch ein Sieb streichen oder mit dem Stabmixer fein pürieren.
Zucker, Kakao (1) Butter und Rum daruntermischen. Mit kalten, nassen Händen Kugeln drehen, diese über Nacht in den Kühlschrank stellen. In einen Cognacschwenker Kakaopulver (2) geben. eine Kugel nach der andren hineingeben und durch einige Drehbewegungen des Glases gleichmäßig rund formen und mit Kakaopulver überziehen. In Pralinentütchen anrichten. Kalt servieren. Am besten zu einem Espresso.
Ich habe mir die Arbeit ein wenig vereinfacht und vorgegarte Kastanien (Vakuum-Pack) verwendet. Ansonsten habe ich alles so gemacht, wie im Rezept beschrieben.

Kastanientrüffes – am Tag zuvor, in einer verschliessbaren Plastikdose – vor dem Ruhen im Kühlschrank


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20. November 2012

Das Rezept für dieses Dessert ist aus dem Buch Frankreich von Tanja Dusy. Vier Portionen sind angegeben, aber ich finde, das das ein wenig zu üppig ist – vor allem, wenn man vorher vielleicht noch ein Festtagsmenü hatte. Es eignet sich also meiner Meinung nach für etwas kleinere Gläser und reicht dann für 6 Personen.
Wenn man die Mousse für vier Personen zubereitet, sollte man die Schokolade durch ein paar wenige Schokoraspel ersetzen.
Die lockere Mousse schmilzt regelrecht auf der Zunge dahin und die zerbröselten Meringen (Baiser) gehen damit eine perfekte Verbindung ein, absolut tauglich für den süßen Abschluss des Weihnachtsmenus. Ausserdem kann man es schon am Vortag zubereiten. Dann zieht das Kirschwasser auch richtig durch.
Übrigens, ich liebe so ziemlich alles, was mit Maronen zu tun hat und freue mich jedes Jahr riesig auf die neue Esskastaniensaison. Bei Migros gibt es gefrorenes Maronenpüree (Marronipüree – siehe Kastanien-Eis/glacé aux marrons) in kleinen Blöcken à 250 g – genau die Menge, die man für dieses Rezept braucht. Also hat man keine Reste, denn in den Maronenpüree-Dosen aus Frankreich ist meist mehr drin. Migros hatte früher aus der Sélection Reihe eine sehr feine Maronencreme in Glas – schon fertig, nur Verpackung enfernen und auf den Tisch stellen. Die gibt es aber leider nicht mehr – und deshalb mache ich mir die Mousse jetzt selber….

Maronenmousse – Kastanienmousse -Marronimousse
Zutaten:
3 Blatt Gelatine
4 Eigelb (Größe M)
70 g Zucker
4 Esslöffel Kirschwasser
(ersatzweise Wasser – wenn Kinder mitessen, ansonsten ist Kirschwasser in der Maronenmousse ein geschmackliches must have!)
250 g Maronencreme
150 g Sahne
2 Eiweiss (Größe M)
Das kann man auch weglassen und durch ein wenig Schokoladenraspel ersetzen:
125 g Zartbitterkuvertüre
1 Esslöffel Butter
100 g Sahne
Zum Anrichten:
12 Minibaisers, zerbröselt
(Plastikbeutel zuhilfe nehmen oder in einer Schüssel mit dem Kartoffelstampfer zerdrücken)
+ 4 Minibaisers für die Deko
gekauft, oder:
Meringen, selbst gemacht

Wie bekommt man perfekte Meringen? Es geht ganz einfach und sie sind, in Tupperdosen kühl gelagert (z. B. im Keller) lange haltbar…wenn sie nicht vorher vernascht sind!
Ich mag sie gerne leicht gebräunt – überhaupt, wer hat behauptet Meringen müssten schneeweiß sein???
Man braucht nur:
Eiweiß und Zucker
ein Rührgerät, ein Spritzbeutel mit Sterntülle, Backblech mit Dauerbackfolie, einen Backofen und etwas Zeit
Das Eiweiß abwiegen, doppelte Menge Zucker abwiegen. Das Eiweiß sehr steif schlagen, denn Zucker langsam einrieseln lassen und weiterrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. In einen Spritzbeutel füllen und die Masse auf ein Blech spritzen.
Zubereitung der Maronenmousse:
Die Gelatine in kaltem Wasser ca. 10 Minuten einweichen.
Eigelb mit 50 g Zucker und 2 Esslöffel Kirschwasser in einer Metallschüssel mit einem Schneebesen verrühren.

Dann die Schüssel ins heisse Wasserbad hängen und die Eier so lange aufschlagen, bis die Masse beginnt, dicklich zu werden. Aus dem Wasserbad nehmen und abkühlen lassen. Zwischendurch immer mal wieder umrühren.

Dann die Maronencreme, 50 g Sahne und 1 Esslöffel Kirschwasser in einem Topf verrühren und leicht erhitzen. Vom Herd nehmen. Die eingeweichte Gelatine ausdrücken und in der warmen Maronencreme unter Rühren auflösen. Die Maronencreme ebenfalls abkühlen lassen, bis Eiercreme und Maronencreme in etwa die gleiche, leicht lauwarme Temperatur haben – dabei soll die Creme noch nicht gelieren.

Dann beides miteinander verrühren und nochmals etwa 15 Minuten abkühlen lassen.

Während die Creme abkühlt, jeweils getrennt 2 Eiweiss und 100 g Sahne steif schlagen. Zuerst die Sahne unter die Creme heben, dann den Eischnee.

Die Mousse gut mit Frischhaltefolie bedecken und im Kühlschrank mindestens 6 Stunden ruhen lassen. (Ich habe die Mousse am Vorabend vorbereitet und über Nacht in den Kühlschrank gestellt.
La Création Dessert

Zerbröselte Meringen in gewünschte Anzahl Gläser verteilen (6 kleine oder 4 etwas größere).

Die Maronenmousse mit Hilfe eines Löffels darauf geben (oder mit Spritzbeutel einfüllen, das sieht dann ein wenig nach Vermicelles aus, aber zerstört leicht die luftige Konsistenz).
Nach Belieben die Kuvertüre zusammen mit 100 g Sahne, 1 Esslöffel Butter und die restlichen 20 g Zucker in einem kleinen Topf zum Kochen bringen, vom Herd nehmen, etwas abkühlen lassen und in die Gläser verteilen.

Mit Meringen dekorieren und genießen.
Die Maronenmousse kann man zwar in jedem französichen Supermarkt bekommen, aber der Aufwand, sie selbst zu machen lohnt sich wirklich.
Lecker und absolut köstlich….
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11. November 2012

Es sind noch Äpfel von meiner Ernte da – der größte Teil wurde ja zu Apfelsaft verarbeitet, der jetzt im Keller lagert. Nun habe ich in der „Saisonküche” von Migros ein besonderes Apfelkuchen-Rezept gefunden. Mit Holunder Latwerge – ein sirupartiger Fruchtaufstrich aus Holunderbeeren.

Kombiniert mit einem lockeren Hefeteig und einer selbst gemachten Butter-Sahne-Eiercreme. Ich habe ihn gestern Abend gebacken und heute zum Frühstück gleich zwei Stücke davon gegessen….lecker.
Wer den Holunder-Aufstrich nicht bekommen kann – probiert den Kuchen mal mit Cassis-Gelee (schwarze Johannisbeere) – also die klassische Variante Apfel-Cassis. Dazu das Gelee ein wenig erhitzen, damit es leichter auf den Teig gestrichen werden kann.

Die Zutaten:
für 1 Backblech 40 x 33 cm
Teig
250 g Mehl (helles Dinkelmehl Type 630)
1 Teelöffel Salz
2 Esslöffel Zucker
1 Bio Zitrone
1/2 Hefewürfel ( 21 g)
125 ml lauwarme Milch
60 g flüssige Butter
Mehl zum auswallen
Belag
60 g Butter, flüssig
50 g Zucker
1 Esslöffel Kartoffelmehl oder Maisstärke
300 ml Rahm (Sahne)
3 Eigelb
200 g Holunderlatwerge (oder Cassis-Gelee s.o.)
5 säuerliche Äpfel
Puderzucker zum Bestäuben
Mehl, Salz und Zucker mischen. Zitronenschale dazureiben. Hefe in der Milch auflösen und mit der Butter zum Mehl gießen. Alles während 5 Minuten zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten. In einer Schüssel mit Deckel bei Raumtemperatur 1 Stunde gehen lassen.
Blech mit Backpapier belegen. Den Teig auf Mehl etwas größer als das Blech auswallen. Teig auf das Blech legen und zugedeckt 20 Minuten gehen lassen.
Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Butter, Zucker und Stärke in einem Topf mischen. Sahne und Eigelb dazumischen. Unter Rühren mit dem Schneebesen bei mittlerer Hitze aufkochen, bis die Creme bindet. Die Hälfte der Holunder-Latwerge auf dem Teig ausstreichen.

Creme darüber gießen.

Die Äpfel waschen und abtrocken, das Kerngehäuse ausstechen. Die Äpfel ungeschält in dünne Ringe (ca. 3 mm) schneiden.
Auf die Creme legen:

Löcher mit der restlichen Latwerge füllen.

Ca. 25 Minuten backen. Kurz herausnehmen, mit Puderzucker bestäuben, dann 5 Minuten fertigbacken.
Lauwarm oder kalt servieren. Dazu passt fluffige Schlagsahne.

Schlagwörter:Apfelkuchen, Apfelringe, Backen, Backofen, cassis, Eier, gehen lassen, Gelee, hefe, Hefeteig, Holunder, Holunder Fruchtaufstrich, Holunder Latwerge, Holunderbeeren, Migros, Sahne-Creme, Saisonküche, Schweiz, sirupartig, Sonntagskuchen
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24. Oktober 2012

Zum World Pasta Day – Welt Nudel Tag gibt es dieses Jahr bei uns einen Schweizer Küchenklassiker: Ghackets und Hörnli – Gehacktes und Hörnlinudeln.
Dazu gehört auf jeden Fall Apfelmus, wie bei den Älplermagronen. (Wer das in Kombination nicht mag, kann den Apfelmus ja zum Nachtisch essen.)
Während die Älplermagronen vegetarisch sind, ist die Fleischvariante etwas für besondere Nudeltage.
Nudeln machen glücklich!!!

Apfelmus
6 säuerliche Äpfel
150 g Zucker
Wasser
Äpfel schälen, entkernen in Stücke schneiden und mit 50 g Zucker und wenig Wasser zu einem Mus kochen. Bei Bedarf mit dem Stabmixer zu Mus pürieren.

Ghackets und Hörnli
für 4 Personen
4 Zwiebeln
2 kleine Karotten oder eine große
2 Esslöffel Butter
400 g Rinderhackfleisch
Salz, Pfeffer (frisch gemahlen)
2 Esslöffel Tomatenpüree
400 ml Weisswein
200 ml Bratensauce oder Rinderfond
2 Lorbeerblätter
240 g Hörnli
2 Esslöffel Butter
100g rezenter (gereifter, kräftiger) Bergkäse
100 ml Sahne
Die Hälfte der Zwiebeln fein hacken, die restlichen in Ringe schneiden und beiseite legen. Karotten schälen und in kleine Würfel schneiden.
Gehackte Zwiebeln und Karottenwürfel in Butter weich dünsten. Hackfleisch dazugeben und mitdünsten, mit Salz und Pfeffer würzen.
Das Tomatenpüree hinzufügen , kurz mitdünsten, dann den Wein angießen, aufkochen und ca. 5 Minuten leicht köcheln lassen.
Als nächstes die Bratensauce oder Rinderfond dazugeben und so lange köcheln lassen, bis die Sauce dickflüssig wird.
Die Hörnli im kochenden Salzwasser al dente kochen, abgießen.
Die Zwiebelringe in der restlichen Butter andünsten. Den Käse fein reiben und mit der Sahne und unter die Hörnli mischen. Mit dem Hackfleisch auf Teller anrichten, die Zwiebelringe darauf geben und mit dem Apfelmus servieren.

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