Mit ‘Raclette’ getaggte Artikel

Sonntagsmenu – Die Hauptsache: Cordon bleu mit Backofen-Pommes

25. März 2013

cordon bleu6

Ich hatte schon lange kein echtes Cordon bleu mehr – denn meist bekommt man das in den Gaststätten mit Schweinefleisch zubereitet. Fast genauso wie das Schnitzel, das eben nun mal ein Kalbsschnitzel sein muss, um sich „Wiener Schnitzel” nennen zu dürfen.

Am Samstag war ich ja nicht zu Hause, also hat der Markgräfler den Einkauf beim Metzger unseres Vertrauens übernommen. Wir haben aber nicht ein klassisches Fleischstück für Cordon bleu genommen, nämlich kein etwas dickeres, das in der Mitte soweit durchgeschnitten wird, dass sich eine Tasche ergibt (am Rand bleibt ein Stückchen stehen), sondern ein großes, etwas dünneres, das ich dann etwas breitgeklopft habe (immer mit der flachen Seite des Fleischklopfers!).

Dann wird das Fleisch mit je einer Scheibe gekochtem Schinken belegt.

cordon bleu1

Dann kommen noch Käsestücke drauf – in meinem Fall war das Emmentaler vom Stück, es geht aber auch Greyerzer oder Appenzeller.

cordon bleu2

Dann in der Mitte umklappen und die Ränder mit Rouladennadeln oder Holzspießen zusammenstecken. Von beiden Seiten mit Salz und scharfem Paprikapulver würzen und mit Mehl bestäuben.

Ein bis zwei Eier in einen tiefen Teller geben, mit einer Gabel verquirlen. In einem zweiten Teller frische Semmelbrösel zum Panieren bereitstellen.

Die Cordon bleu nacheinander  im Ei wenden und anschließend mit Semmelbrösel panieren. Nach Belieben ein zweites Mal wiederholen.

In einer Pfanne ein Stückchen Butter zusammen mit etwas Sonnenblumenöl zerlassen. Nicht zu heiß werden lassen. Die Cordon bleu hineingeben und von beiden Seiten sanft garen. Sie sind fertig, wenn der Käse beginnt, herauszulaufen.

cordon bleu5

Dazu gab es Backofen Pommes ( dauert nach Packungsanweisung ca. 20 Minuten, d. h. vor dem Braten der Cordon bleu in den Backofen tun!)

Dekoriert wird das ganze mit einer Scheibe Zitrone (Bio-Zitrone, heiß abgewaschen).

cordon bleu6

Und wer hat’s erfunden??? Laut Wikipedia waren es, wie alles, was mit Käse zu tun hat,  wieder mal die Schweizer:

Schnitzel Cordon bleu [kɔʁdɔ̃ˈblø] („blaues Band“) oder kurz Cordon bleu ist ein mit Käse und Schinken gefülltes, paniertes Schnitzel vom Kalb. Vermutlich stammt das Rezept aus Brig[1] in der Schweiz.

Zur Zubereitung werden zuerst zwischen zwei kleine, dünne Schnitzel oder in die eingeschnittene Tasche eines dickeren Schnitzelstücks eine Scheibe Emmentaler-, Greyerzer-, Appenzeller- oder Raclettekäse und magerer Koch- oder Rohschinken gelegt. Die Ränder werden durch zusammendrücken verschlossen. Anschließend werden die Schnitzel mit Mehl, Ei und Paniermehl paniert und in reichlich Butterschmalz ausgebacken. Der Käse schmilzt durch das Braten und verleiht dem Cordon bleu den typischen Geschmack.

(…)

Wie es zur Bezeichnung Cordon bleu beim Schnitzel kam, ist nicht geklärt. Fest steht, dass der Ausdruck cordon bleu im Französischen eine Metapher für hohe Kochkunst ist und auf das breite, himmelblaue Band zurückgeht, an dem das goldene Kreuz des elitären Orden vom heiligen Geist aus dem 16. Jahrhundert getragen wurde (→ Kochschule Cordon bleu).

Der Zusatz „à la cordon bleu“ findet sich in älteren französischen Kochbüchern und bedeutet „nach Art der hohen Kochkunst“. Die älteste bekannte Erwähnung des Schnitzels Cordon bleu findet sich in Harry Schraemlis Buch Von Lucullus zu Escoffier aus dem Jahr 1949. (…)

Raclette mal anders – herbstlich mit Trauben, Speck und Walnüssen

15. Oktober 2012

Die Raclette Monate (nämlich die mit R) sind wieder da!!! Grund genug, gestern das Raclettegerät auszupacken und den feinen Schweizer Raclettekäse (den vom Block, ohne Farb- und Konservierungstoffe in der Rinde! – manch ein Discounter hier in Deutschland bietet das nämlich an, mit dem Vermerk, dass geraten wird, die Rinde vor Verzehr abzuschneiden… Hallo??? Die Rinde gehört doch zum Raclette!!! Ausserdem, was bleibt noch vom Käse übrig, wenn ich die Hälfte wegschneiden muss?).

Auf jeden Fall kam mir beim Blick in den gestrigen Kühlschrank (Ebbe) die Idee, ein herbstliches Raclette zu kreieren. Von den Walnüssen, die ich für den Walnuss Pie gebraucht hatte, war noch was übrig. Dazu  Zwiebelwürfelchen und Silberzwiebeln und Spätburgunder Trauben – und ein paar Speckstreifen. Genial.
Vergangenes Jahr hatte ich auch schon dünne Apfelscheiben mit Speck und Zwiebel auf dem Käse. Und war begeistert.

Das schmeckt nach Herbst!

Der Markgräfler hat Brot geröstet und seinen Raclette-Käse auf Brot gegessen, ich bevorzuge lieber die Kartoffel-Variante. Möglichst kleine Kartoffeln in Wasser kochen (ca. 20 Minuten).
Übrigens sagt man, dass ein Tee zum Raclette ganz gut ist (soll gegen einen Käseklumpen im Bauch helfen)…

Putenschnitzel-Raclette Hawaii

19. Januar 2012

Raclette Käse war noch im Kühlschrank. Der gute aus der Schweiz, am Stück. Raclette gab’s am Wochenende. Gierig wie ich war, hatte ich aber viel zuviel Käse. Um nochmal das Raclette Gerät aufzubauen, wäre es aber zuwenig gewesen.


Im alten Jahr – welche Schande – habe ich einmal zum preisgünstigen Raclettekäse vom Discounter (der mit dem großen A) gegriffen, vorgeschnitten und in einer Plastikschale verpackt. Zu Hause eine böse Überraschung: die Zutatenliste genauer angeschaut und eine ganz winzige Notiz gefunden, dass die Rinde mit einem Mittel xyz zur Konservierung (und Zuckerkulör für die schöne Farbe) behandelt sei und empfohlen wird, diese vor Verzehr abzuschneiden. Na toll, die Hälfte vom Käse abschneiden und auf die Rinde verzichten, die doch das Beste am Raclette ist.

Schweizer Raclette-Käse am Stück – mit speziellem Raclette – Käseschneider

Naja, aus Schaden wird man klug. Und heute gab es Putenschnitzel – Raclette Hawaii:

Für 2 – 3 Personen (je nach Größe der Putenschnitzel)

2 Putenschnitzel
Salz, Pfeffer, Paprikapulver
etwas Mehl
1 Ei
Semmelbrösel (die selbstgemachten)
etwas Butterschmalz
1 kleine Dose Ananas (4 Scheiben)
4 Cocktailkirschen aus dem Glas
6 Scheiben Raclette Käse, frisch geschnitten

Die Putenschnitzel leicht flach klopfen, jeweils in der Mitte auseinander schneiden. Mit Salz, wenig Pfeffer und scharfem Paprikapulver würzen. Mit Mehl bestäuben und in dem mit einer Gabel leicht verquirlten Ei wenden. Mit Semmelbrösel panieren.

Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, die Putenschnitzel von beiden Seiten goldbraun darin anbraten.
Aus der Pfanne nehmen und in eine flache, ofenfeste Form legen. Auf jedes der vier Schnitzel eine Ananasscheibe legen, dann mit Raclettekäse bedecken und in die Mitte jeweils eine Cocktailkirsche setzen.
Im Ofen (ca. 190 °C) backen, bis der Käse zerlaufen ist. Nach Belieben mit Brot servieren.

Für die Toast-Hawaii-Liebhaber:


Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Schließe dich 67 Followern an