Mit ‘Kastanien’ getaggte Artikel

Kastanientruffes – nach Kathrin Rüegg und Werner und O. Feißt

17. Dezember 2012

Kastanientrüffes3

Im Adventskalender-Fenster von gestern hatten wir ja schon die Tessiner Marronisuppe, jetzt gibt es noch ein süßes Rezept aus der Küche der Schweizerin Kathrin Rüegg, die lange im Tessin lebte und über ihr Leben und ihr damaliges Aussteiger-Dasein mehrere Bücher geschrieben hat. Ich selbst war vor vielen Jahren während eines Tessin-Urlaubs einmal in ihrem kleinen Laden in Gerra-Verzasca, wo sie allerlei selbstgemachtes verkauft hatte. Leider haben wir sie damals nicht angetroffen. Aber sie war einige Male mit einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Neuenburg zusammen mit Werner O. Feißt, der damals auch Mit-Initiator des Linzertorten -Backwettbewerbes war. Dort konnte man auch ein paar Worte mit den beiden wechseln und sich eine nette Widmung in das neu erworbene Buch schreiben lassen.

Beide leben inzwischen nicht mehr, aber ihre Kochsendung „Was die Großmutter noch wußte”, in der sich beide immer gerne neckten, und nebenbei noch kochten und alles genau erklärten, bleibt unvergessen. Mit von der Partie war auch immer ein Oekotrophologe Nicolai Worm, der ernährungswissenschaftliche Aspekte zum Sendungsthema darlegte, und die Medizinerin Ina Ilkhanipur, die Gesundheitstipps gab.

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Rezept für hausgemachte Kastanientruffes (nach Kathrin Rüegg/Werner O. Feißt)

600 g Kastanien
1/2 Liter Milch
1 Vanillestengel, der Länge nach aufgeschnitten
4 Esslöffel Puderzucker
2 Esslöffel Kakaopulver (1)
75 g frische Butter
2 Esslöffel Rum
2 Esslöffel Kakaopulver (2)

Die gewaschenen Kastanien auf der gewölbten Seite kreuzweise einschneiden. Milch, Salz und Vanillestengel aufkochen. Die Kastanien beigeben und auf kleiner Flamme 40 Minuten kochen. Abseihen. Die Kastanien so heiß wie möglich schälen. Durch ein Sieb streichen oder mit dem Stabmixer fein pürieren.
Zucker, Kakao (1) Butter und Rum daruntermischen. Mit kalten, nassen Händen Kugeln drehen, diese über Nacht in den Kühlschrank stellen. In einen Cognacschwenker Kakaopulver (2) geben. eine Kugel nach der andren hineingeben und durch einige Drehbewegungen des Glases gleichmäßig rund formen und mit Kakaopulver überziehen. In Pralinentütchen anrichten. Kalt servieren. Am besten zu einem Espresso.

Ich habe mir die Arbeit ein wenig vereinfacht und vorgegarte Kastanien (Vakuum-Pack) verwendet. Ansonsten habe ich alles so gemacht, wie im Rezept beschrieben.

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Kastanientrüffes – am Tag zuvor, in einer verschliessbaren Plastikdose – vor dem Ruhen im Kühlschrank

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Weihnachtliche Marroni-Suppe aus dem Tessin

16. Dezember 2012

Adventskalender16

Adventskalender Fenster Nr. 16: Langsam muss man sich schon überlegen, was es an den Weihnachtsfeiertagen zu Essen geben soll … Für die Vorspeisen-Suppe zu einem Wildgericht im Hauptgang bietet sich eine Tessiner Marronisuppe an. Ich habe zum Test die Menge halbiert und das Ganze als vorweihnachtlichen Samstagseintopf gekocht. Die Suppe ist allerdings sehr sättigend und mit einem Vollkornbrot- Sternchen, bestrichen mit Gänse-Griebenschmalz, hat es als Hauptmahlzeit ausgereicht!

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Wenn man also die Hälfte kocht, und die Menge auf vier kleine Schälchen oder Kaffeetassen verteilt, und ebenfalls Brot mit Schmalz dazu reicht, ist das als Vorspeise vor einem mehrgängigen Festmenü vollkommen ausreichend.

Marronisuppe1

Tessiner Marronisuppe
(als Hauptmahlzeit für 4 Personen)

Zutaten:
1 rote und
1 weiße Zwiebel
4 Zweige Rosmarin
3 Esslöffel Olivenöl
600 g vorgegarte, geschälte Marroni
500 ml Rotwein (z. B. Tessiner Merlot)
800 ml Gemüsebrühe
Meersalz, Pfeffer aus der Mühle
150 ml Sahne

Die Zwiebeln abziehen und hacken. Die Rosmarinnadeln von den Zweigen zupfen. Die Zwiebeln im Olivenöl andünsten.

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Rosmarin und Marroni beigeben und mit dünsten.

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Mit Wein ablöschen.

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Die Brühe beigeben und ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis die Marroni weich sind. Die Suppe mit dem Stabmixer pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Durch ein Sieb streichen, wieder in den Topf geben und nochmals kurz erhitzen.
Zum Servieren die Sahne steif schlagen. In Schälchen oder Suppentassen füllen, einen Klecks Sahne darauf geben. Mit Petersilie verzieren.

Marronisuppe5

Für die Brotsterne Vollkorn-Toastbrot toasten. Eine Ausstechform (Stern, oder auch Herz o. ä.) in den noch heißen Toast drücken, mit einem Messer die Form ausschneiden.
Mit Gänse-Griebenschmalz bestreichen und zur Suppe servieren

Samstagseintopf: Kürbis-Marroni-Suppe mit Lauch

30. September 2012

Und es geht weiter mit den Marroni (=Maronen, Edelkastanien, Esskastanien) und einem Hokkaido Kürbis. Gestern war Gartenarbeit angesagt: Hecke schneiden, wieder mal Äpfel aufsammeln, Schnittgut zur Kompostieranlage fahren, ein neues Gartenaccessoire bepflanzen (davon später) – und dabei war es draussen nicht besonders gemütlich. Kühl und später auch regnerisch.
Da kommt ein gesundes, wärmendes Süppchen gerade recht. Das Rezept reicht für vier Personen als Hauptspeise.

Kürbis Marroni-Suppe mit Lauch

800 g Hokkaido-Kürbis (oder Muskatkürbis)
1 Zwiebel
150 g Lauch (Poree)
150 g Marroni geschält und vorgegart, aus dem Vakuumpack
1 Esslöffel Butter
100 ml Weisswein (Gutedel!)
1,2 Liter Fleisch- oder Gemüsebrühe
150 ml Sahne
Salz, Cayennepfeffer, schwarzer Pfeffer
Kürbiskernöl

Kürbis und Zwiebel in Stücke, Lauch in feine Ringe schneiden. Alles bis auf eine Handvoll Lauchringe mit den Marroni in einem großen, hohen Topf in Butter andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Den Wein dazugeben und etwas einkochen lassen. (Mmmmh das duftet…)
Die Fleischbrühe und 50 ml Sahne hinzufügen. Deckel auflegen und ca. 25 Minuten köcheln lassen.

Die Suppe pürieren. Mit Salz, Cayennepfeffer und schwarzem Pfeffer abschmecken. Die restlichen Lauchringe in siedendem Salzwasser ca. 2 Minuten blanchieren, durch ein Sieb abgießen und abtropfen lassen.
Die restlichen 100 ml Sahne steif schlagen (das geht ganz gut in einem Schüttelbecher). Die Suppe mit Sahne und dem Lauch garnieren.
Dazu schmeckt ein Brötchen mit Butter und „Schwarzwälder Schinkenspeck”. Das Kürbiskernöl auf den Tisch stellen, damit sich jeder selbst nehmen kann, soviel er möchte.

Mit dem Löffel verrührt gibt es eine Suppe mit Marmormuster, der dunkle Fleck ist eine Marone, die mein Mixstab nicht erwischt hat:

Marronigugelhopf – Kastaniengugelhupf

29. September 2012

Es beginnt bald wieder die Zeit, wo überall in der Basler Innenstadt Marronistände aufgestellt sind. Zeit für einen Marroni-Gugelhopf.
Das Rezept habe ich in einer alten “Saisonküche” der Migros gefunden. Der Kastaniengeschmack ist bei diesem Kuchen, der in seiner Konsistenz eher einem etwas festeren Pudding gleicht, sehr dezent und macht sich hervorragend mit ein wenig Lebkuchengewürz. Ich habe noch ein wenig Kirschwasser untergemischt, um den Geschmack zu verfeinern. Der Kuchen ist schön feucht und aromatisch und eignet sich auch als Dessert.
Ich habe ihn in meiner Keramikform aus dem Elsass gebacken und musste die Backzeit auf eine Stunde erhöhen.

Marronigugelhopf (1 Liter-Gugelhopf-Form)

100 g weiche Butter
120 g Zucker
100 g Marronipüree
500 ml Milch
2 Eier
100 g Mehl
50 g frisch gemahlene Mandeln
1/2 Beutel Backpulver
2 Prisen Lebkuchengewürz
1 Prise Salz
2-3 Esslöffel Kirschwasser
100 g vorgegarte Marroni (Vakuumpack)
Butter für die Form
Mehl oder feiner Grieß für die Form
Puderzucker zum Bestäuben

1. Butter und Zucker mit dem Handrührgerät schaumig schlagen. Marronipüree und Milch dazumischen. Eier verquirlen und nach und nach dazurühren. Mehl, Mandeln, Backpulver, Lebkuchengewürz und Salz mischen. Zur Masse rühren.
Die Marroni halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Unter die Masse mischen.

2. Backofen auf 180 °C vorheizen. Gugelhopfform mit Butter auspinseln und mit Mehl bestäuben. Masse in die Fomr geben. In der unteren Ofenhälfte ca. 40 Minuten backen. Den Gugelhopf in der form auskühlen lassen.


Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Marronigugelhupf mit Meringue

Kastanienpfannkuchen – Insel Elba

14. April 2012

Am Ostersonntag waren wir auf der Insel Elba. In einem Reiseführer hatte ich gelesen, dass es im Winter als Spezialität meist Pfannkuchen aus Kastanienmehl gibt.
Entweder werden diese nur mit Puderzucker bestreut, oder mit Ricotta, der mit geriebenen Orangenschalen und Honig verfeinert wurde, gefüllt.

Kastanienmehl hatte ich noch im Vorratsschrank. Ausserdem braucht man Weizen- oder Dinkelmehl, Wasser (ich habe leicht sprudelndes Mineralwasser verwendet, dann werden die Pfannkuchen luftiger), eine Prise Salz, ein Ei und Puderzucker.
Zum Ausbacken: feinstes italienisches Olivenöl

Für die Füllung nimmt man möglichst ganz frischen Ricotta. Von der Insel Elba habe ich Kastanien- und Rosmarinhonig mitgebracht. Für dieses Rezept habe ich den Rosmarinhonig verwendet und Orangenschalen – gerieben oder in Zesten.
Dazu gibt es einen süßen Wein von der Insel Elba, z. B. den goldgelben Moscato:

Und so wird’s gemacht:

Kastanienmehl und helles Weizen- oder Dinkelmehl im Verhältnis 2:1 mischen (in meinem Fall 200 g Kastanienmehl, 100 g Dinkelmehl) und eine Prise Salz.

Ein Ei in die Mitte geben und mit dem Mehl verrühren. Dann nach und nach das Mineralwasser einrühren, bis ein etwas dicklicher Pfannkuchenteig entsteht.

Olivenöl in einer Crêpes Pfanne erhitzen (Achtung, nicht zu heiss werden lassen!) und die Pfannkuchen darin ausbacken.


Für die Füllung den Ricotta mit Rosmarinhonig, geriebener Orangenschale mischen und auf die fertigen Pfannkuchen streichen. Einrollen und mit Puderzucker bestäuben.


Ich habe zusätzlich noch etwas Ahornsirup darüber gegeben. Mein Mann hatte im Kühlschrank noch Cocktailkirschen gefunden, die er sich mit in den Pfannkuchen gerollt hat. Nutella passt als Füllung auch hervorragend.

Wer nur Kastanienmehl verwenden möchte, kann diese Variante verwenden, die wohl dem Original am ehesten entspricht:

400 g frisches Kastanienmehl
Salz, Wasser oder Milch
Olivenöl zum Ausbraten

Die edle Variante mit Rosinen und Pinienkernen:

Fritelle die castgnaccio

Rosinen in Wasser oder Rum einweichen.
Kastanien- und Weizenmehl im Verhältnis 1:1 mischen, eine Prise Salz hinzugeben, mit Wasser verrühren, sodass ein dicker Pfannkuchenteig entsteht.
Pinienkerne und Rosinen hinzufügen und in Olivenöl ausbacken.
Mit Puderzucker bestreuen.

Rotkraut-Orangen-Salat mit Marroni und Appenzeller Mostbröckli

15. Dezember 2011

Mmmmh, Rotkrautsalat – das Rotkraut habe ich hauchdünn mit dem berühmten, schwäbischen V-Hobel (den ich mir dieses Jahr auf dem Jahrmarkt endlich mal geleistet habe!) in Streifen geschnitten. Mit einem Orangen-Honig Dressing und Maronen wunderbar kombiniert mit Appenzeller Mostbröckli. Ein Gedicht!

Für das Dressing:
2 Orangen
1 rote Zwiebel
2 Esslöffel Butter
etwas Zucker
100 ml Gemüse- oder Fleischbrühe
100 ml trockener Weißwein
Salz, Pfeffer, etwas Honig
Walnussöl, Soja- oder Rapsöl, Weißweinessig
Kümmelsamen

1/4 Kopf Rotkraut
200 g gegarte Maronen (vakuumverpackt)
Eine handvoll Walnüsse und etwas Butter
Appenzeller Mostbröckli (Menge nach Belieben)
Salz, Pfeffer

Die Orangen auspressen. Die Zwiebel schälen und fein würfeln.
In einem Topf 2 Esslöffel Butter erhitzen und die Zwiebel darin glasig dünsten. 1 Esslöffel Zucker darüberstreuen und schmelzen lassen. Brühe, Wein und Orangensaft zugießen. Den Sud aufkochen und ca. 10 Minuten bei offenem Topf köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Nach Belieben Kümmel dazu geben.
Die vorgekochten Maronen hinzufügen, im Sud erhitzen, zum Schluss etwas Honig hinzufügen.
Den Rotkohl sehr fein in Streifen hobeln. Dann den heißen Sud darübergießen. Ca. 2 Esslöffel Walnussöl und einen Esslöffel Raps- oder Sojaöl und 2 Esslöffel Essig hinzufügen. Salzen, pfeffern und gut vermischen. 15 Minuten durchziehen lassen.

Die Walnusskerne grob hacken und in einer Pfanne in etwas Butter anrösten.
Den Salat auf Tellern anrichten, die Walnüsse darüber geben und mit Mostbröckli garnieren. Mit etwas Weißbrot (und Butter) servieren.


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