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9. Mai 2013

Ein Klassiker auf den Vesperkarten in den Gaststätten des Markgräflerlandes: Der Elsässer Wurstsalat. Bei einem Elsässer Wurstsalat muss auf jeden Fall Käse dabei sein….
Man kann entweder fertig vorgeschnittene Lyonerstreifen (manchmal auch gemischt mit Fleischkäse) verwenden. Ich hatte Cervelat Würste (Klöpfer) aus der Schweiz. Man kann auch einen Fleischwurstring kleinschneiden. Hierzu die Haut/Pelle abziehen, dann in feine Streifen schneiden. Dann schneidet man noch Emmentaler Käse in Streifen und mischt beides.
Ausserdem gibt man in Streifen geschnittene Essiggurken dazu und eine Zwiebel, in kleine Würfel geschnitten. Das Dressing besteht aus dem Essiggurkenwasser, Salatkräutern, etwas Sonnenblumenöl und einem Schuss Weinessig. Ich würze immer noch mit ein paar Tropfen Maggi.

Dazu gibt es frisches Bauernbrot oder Baguette Brötchen und ein kühles Bier, Radler oder Apfelschorle.
Mahlzeit!

Schlagwörter:Apfelschorle, Baguette, Bauernbrot, Bier, Brötchen, Cervelat, Cocktailtomaten, emmentaler, Essiggurke, Fleischkäse, Fleischwurst, Käse, Klöpfer, Leberkäse, Lyoner, Maggi, Radler, Salatkräuter, Vesper, Wandern, Wurstsalt, Zwiebel
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9. Mai 2013

Reste-Essen. Von den Bärlauch-Käsespätzle war noch was übrig. Mit etwas Butter in der Pfanne aufgebraten, mit gehobeltem Pecorino Käse betreut und ein paar Cocktail Tomaten dazu…
Einfach und gut!

Schlagwörter:Bärlauch, Bärlauchspätzle, Cocktailtomaten, Käse, Knöpfle, Kochen, Pecorino, Pecorino Käse, Spätzle
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28. April 2013

Bärlauch hat noch Saison – und deshalb gibt es Bärlauch-Käsespätzle mit Möhrenragout. Fleischlos, aber superlecker und sättigend.

Die Spätzle heissen bei uns eher Knöpfle, deshalb hier das Rezept für
Bärlauch-Knöpfle
1 Bund Bärlauch à 100 g, klein geschnitten
1 Ei
italienische Kräuter, getrockenet (1-2 Teelöffel)
Salz (1 TL)
2 Messerspitzen frisch geriebene Muskatnuss
200 ml Wasser
400 g Dinkelmehl (Type 630)

Bärlauch, Ei und Gewürze zusammen mit dem Wasser im Mixer oder mit dem Pürierstab ganz fein pürieren. Zum Dinkelmehl geben und zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig mit einem Kochlöffel so lange schlagen, bis er Blasen wirft.

Den Teig abgedeckt 20-30 Minuten quellen lassen.
Während dieser Zeit das Möhrenragout zubereiten (s. unten)
Wasser aufkochen, etwas Salz hinzufügen, dann die Spätzle portionsweise mit der Spätzlepresse (grober Einsatz) oder vom Brett in das Wasser schaben. Die Knöpfle einmal aufkochen lassen,

mit dem Schaumlöffel herausnehmen, abtropfen lassen. Ich verwende dafür den Siebservierer von Tupperware, es geht aber auch ein normales Sieb mit einer Schüssel darunter.

Den weiterern Schritt könnte man sich auch sparen, die Bärlauchspätzle schmecken auch so – einfach das Möhrenragout dazu reichen.
Für die Bärlauch-Käse-Knöpfle braucht man etwa 150 g geriebenen Emmentaler, eine Zwiebel und etwas Butter. Die Zwiebeln schneidet man in Ringe, zerlässt ein Stück Butter in einer Pfanne und röstet die Zwiebelringe darin goldbraun:

Man nimmt die Zwiebeln aus der Pfanne, stellt sie beiseite und brät die abgekühlten Bärlauchknöpfle in der Pfanne ohne weitere Zugabe von Fett etwas an. Dann schichtet man abwechselnd Spätzle, Käse und Zwiebelringe in eine ofenfeste Form. Die letzte Spätzleschicht mit Emmentaler bestreuen, nach Belieben Semmelbrösel darüberstreuen und Zwiebelringe darauf legen.

Im Ofen bei 200 °C überbacken, bis der Käse zerlaufen ist.

Möhrenragout

1 Zwiebel (ca. 80 g ) gewürfelt
10 g Butter
600 g Möhren, gewürfelt
1 Teelöffel Ahornsirup (oder Honig)
1 Messerspitze frisch geriebene Muskatnuss
etwas frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
Meersalz, nach Geschmack
abgeriebene Schale von 1/4 unbehandelten Zitrone
300 ml Gemüsebrühe
2 Esslöffel Reismehl, Mais- oder Kartoffelmehl
100 g Crème fraîche oder saure Sahne
1 Esslöffel Petersilie, gehackt
Die Möhrenwürfel in der Butter mit dem Ahornsirup anschwitzen, dann die Zwiebeln und die Gewürze dazugeben und mit anschwitzen.
Die Gemüsebrühe angießen und das Ganze zum Kochen bringen. Dei Möhren bei geschlossenem Deckel bissfest dünsten.
Kurz vor Ende der Garzeit das Reismehl einstreuen (Maisstärke- oder Kartoffelmehl zuvor mit etwas kaltem Wasser anrühren) und die Flüssigkeit damit binden. Das Gemüse mit Meersalz und Zitronenschale abschmecken und die Crème fraîche unterziehen. Mit Petersilie (oder Bärlauch) bestreuen.

Bärlauch-Käse-Knöpfle mit Möhrenragout
Schlagwörter:Backen, Bärlauch, Crème fraîche, Dinkel, Dinkelmehl, Ei, emmentaler, Frühling, Karotten, Kartoffelmehl, Käse, Käsespätzle, Knöpfle, Kochen, Möhren, Möhren-Ragout, mehl, mixer, Petersilie, ragout, Reismehl, Salz, Spätzle, Tupperware, Type 630, Wasser, Zwiebel
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23. April 2013

Die Kapitulation im Garten – das Unkraut wird geduldet und einfach aufgegessen!
Taglierini mit Wildkräutersauce
Neulich wieder beim Unkraut ausrupfen: Unmengen von Giersch. Überall im Vorgarten breitet sich das Zeug aus. Im Herbst hatte ich schonmal eine Razzia auf das wuchernde Kraut gemacht, zeitig im Frühjahr alles, was schon sichtbar war ausgerauft, die Erde aufgehackt, Wurzeln entfernt, und, und, und. Neben dem Giersch kommt die treue Seele Brennessel auch wieder mit kräftigem Wuchs zum Vorschein. Also habe ich sämtliche Kräuterbücher gewälzt, die ich besitze und im Internet nachgeforscht, um herauszufinden was man gegen diese Invasion tun könnte.
Rein gar nichts – ausser fast das gesamte Erdreich abzutragen um dann immer noch nicht sicher vor dem kriechenden Unkrautmonster Giersch zu sein.

Giersch
Giersch kann als Salat oder Gemüse zubereitet werden und erinnert in Geruch und Geschmack an Spinat und ein wenig an Petersilie. Er enthält viel Kalium, Vitamin C, Karotin und Eisen. Er soll gegen Rheuma, Gicht und Arthritis, außerdem krampflösend, entgiftend und blutreinigend wirken. Im Mittelalter, aber auch in neuerer Zeit wurde Giersch sowohl als Gemüse wie auch als Heilpflanze eigens angebaut. Mittelalterliche Quellen belegen, dass er in Kloster- und Bauerngärten eine „natürliche“ Nutzpflanze war. Da Giersch im Gegensatz zu vielen anderen Gemüsearten über eine lange Zeit im Jahr zur Verfügung steht und nur geringe Ansprüche an Boden, Wasser und Lichtversorgung stellt, sicherte er z. B. während der Weltkriege vielen Menschen die Vitaminzufuhr. Beim Sammeln ist darauf zu achten, eine Verwechslung mit ungenießbaren und sogar giftigen Arten von Doldenblütlern zu vermeiden (beispielsweise Gefleckter Schierling oder Breitblättriger Merk).
Quelle: Wikipedia
Den Giersch kann man an zwei Merkmalen erkennen: am dreigliedrigen Blatt und am Querschnitt des Stängels, der dreieckig ist.
Dann die Erleuchtung und Einsicht zur Kapitulation: irgendwo habe gelesen, dass in Großbritannien der Giersch zusammen mit Rosen absichtlich (!!!) angepflanzt wird, weil die Dolden des Giersch so hübsch dazu aussehen würden… und dann noch den Vermerk, dass Giersch früher an manchen Königshäusern sogar als Delikatesse galt. Ganz wild sollen die Leute damals drauf gewesen sein.
Eigentlich gar nicht so dumm. Denn manch ein lästiges Unkraut des Frühlings erweist sich als vitamin- und mineralstoffreiches und deshalb wertvolles Nahrungsmittel. Früher wusste man noch, dass die Natur fast zu jeder Jahreszeit das richtige für den menschlichen Körper bereithält.

Die gesammelten Kräuter aus meinem Garten: Bärlauch (mit Absicht in meinen Garten gepflanzt, Brennesseln und Giersch, die ich eigentlich loshaben wollte – bis auf die Gänseblümchen, die sind bei mir sehr willkommen).

Aber nun zu dem Rezept, welches ich draufhin gefunden – und ein wenig nach meinem Geschmack angepasst habe.

Brennessel Blatt
Die Brennesseln habe ich mit Einweghandschuhen geerntet. Man verwendet die jungen Blätter der Brennessel. Ein kleiner Trick, damit die Brennesseln nicht mehr auf der Haut brennnen: Küchenkrepp auf die Arbeitsfläche legen, die Brennesseln darauf legen und mit einem Wellholz darüberrollen, bis sie platt sind. Das zerstört die Häärchen auf der Pflanze.

Und kleingeschnitten sehen Brennesseln auf einmal ganz harmos aus …

Mit von der Partie: Bärlauch (links) – deutlich erkennbar am Knoblauchgeruch.
Bärlauch wird beim Sammeln immer wieder mit dem Maiglöckchen, den im Frühjahr austreibenden Blättern der Herbstzeitlosen oder den meist ungefleckten Blättern jüngerer Pflanzen des Gefleckten Aronstabs verwechselt. Diese drei Pflanzen sind äußerst giftig, die Vergiftungen können tödlich sein.
Quelle: Wikipedia
Das mit der Verwechslung kann mir also schonmal nicht passieren. Den Bärlauch habe ich an einer Stelle gepflanzt, wo keine Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen sind. Es gibt zwar reichlich wilden Bärlauch in unserer Gegend, aber wenn er in meinem Garten so wunderbar gedeiht, kann ich mir den Weg in den Wald sparen.

Taglierini mit Wildkräutern
3 – 4 Handvoll junge Wildkräuter (Giersch, Brennesseln, Bärlauch) – Vogelmiere würde auch passen
Gänseblümchen-Blüten als essbare Deko
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 Esslöffel Olivenöl
1 Becher Sahne
Schale von 1/2 unbehandelten Zitrone
Salz
Taglierini (dünne Bandnudelnester) oder Spaghetti nach Belieben
2-3 Esslöffel frisch geriebener Pecorino Käse (oder Parmesan)
Die Wildkräuter mit einem Messer oder einem Wiegemesser sehr klein schneiden. Die Frühlingszwiebeln waschen und in Röllchen schneiden.
In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen, die Frühlingszwiebeln darin andünsten. Die Wildkräuter hinzufügen (vom Bärlauch ein wenig zurückbehalten, zum Aufstreuen).
Die Zitronenschale abreiben, oder einen Zestenreißer verwenden).
Die Sahne angießen, die Zitronenschale und etwas Salz hinzufügen und ca. 8 Minuten köcheln lassen. Kurz vor Ende der Kochzeit einen Esslöffel Pecorino untermischen.
Währendessen die Teigwaren nach Packungsanleitung zubereiten. Man rechnet etwa 150 g Teigwaren pro Person.
Die Teigwaren abschütten, abtropfen lassen. Mit der Sauce in tiefen Tellern anrichten, restlichen Bärlauch und etwas Pecorino aufstreuen, mit Blüten des Gänseblümchens garnieren.

So lass’ ich mir die Unkräuter schmecken…
Schlagwörter:Bärlauch, Bellis, Brennessel, Frühlingszwiebeln, Gänseblümchen, gesund, gicht, Giersch, Käse, Kochen, Kochen mit Kräutern, Kräuter, Mineralstoffe, Nudeln, Olivenöl, Parmesan, Pasta, Pecorino, rheuma, Sahne, Salat, Salz, Teigwaren, Unkraut, Vitalstoffe, Vitamine, wertvoll, Wildkräuter
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22. April 2013

Beinahe hätte ich es verpasst, den Bärlauch in meinem Garten zu ernten! Die Regengüsse der vergangenen Woche und die Wärme zuvor haben ihn mächtig in die Höhe (und Breite) wachsen lassen und es sind schon die ersten dicken Blütenknospen dran, die kurz davor sind, aufzugehen.
Am Sonntag Nachmittag kam er dann unter’s Messer. In Form eines Tomaten-Mozzarella Salates. Bei den Tomaten handelt es sich um Bio Gourmet Tomaten aus Andalusien. Süß, saftig, fleischig und würzig verspricht die Verpackung – und es ist wahr, die Tomaten sind erstaunlich aromatisch. Vermutlich scheint dort auch schon mehr Sonne. „Ihr Qualitätsmerkmal ist, dass sie langsam von innen nach außen reifen. Ihr Geschmack ist daher besonders intensiv, wenn sie um den Strunk herum noch leicht grün sind und ansonsten eine zart rote Färbung angenommen haben.”

Für den Salat braucht man nur wenige Blätter Bärlauch, die man samt Stiel (der ist besonders knusprig) in dünne Streifen schneidet. Für zwei Personen habe ich je eine Tomate verwendet, und einen Mozzarella-Käse.

Die Tomaten waschen, die grünen Stielansätze entfernen und in Scheiben schneiden. Den Mozzarella ebenfalls in Scheiben schneiden. Dann Tomaten und Mozzarella dachziegelartig auf einen Teller schichten, mit Olivenöl und Balsamico Essig beträufeln, mit Salz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer würzen und mit Bärlauch bestreuen. Etwas durchziehen lassen. Dazu passt geröstetes Weissbrot.

Mmmmh – das schmeckt selbst bei trübem Wetter sowas von nach Sommer….
Schlagwörter:andalusien, Öl, Balsamico Essig, Balsmico, Bärlauch mit Stiel essen, Bärlauchblatt, Blütenknospen, Caprese, Ernte, Essig, Gartenkräuter, gourmet, Insalata Caprese, Käse, Kräuter, Mozzarella, Olivenöl, Pfeffer, Salz, Sommer, Tomate, Tomaten-Mozzarella-Salat, Wildkräuter
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13. April 2013

Donnerstag Abend. Die Markgräflerin war gerade zum Nordic Walking unterwegs – der Markgräfler sollte eine Kleinigkeit zum Essen machen.
Man braucht nur Toastbrot (Vollkorn) ein wenig Butter, Tomatenscheiben und Käse in Scheiben. Der Markgräfler wollte Scheibletten besorgen – weil er das Rezept so von Früher kannte. Da ich aber Schmelzkäse nicht ausstehen kann – da sind jede Menge Schmelzsalze drin und der Käse verursacht bei mir ein pelzig-schmieriges Gefühl auf der Zunge – und ausserdem schmeckt er nicht nach Käse, sondern nach – ach, was weiß ich denn – auf jeden Fall künstlich…
Nein, wir nehmen Aufschnittkäse! Z. B. einen Emmentaler, Gouda, Butterkäse oder Tilsiter oder z. B. auch Reste vom Raclette Käse.
Man bestreicht die Brotscheiben (geht auch mit Roggenbrot oder Bauernbrot) mit Butter, belegt sie mit Tomaten und würzt mit Salz und Pfeffer oder Kräutern, dann eine Scheibe Käse drauflegen.
Dann legt man die belegten Brote in eine beschichtete Pfanne mit Deckel und schaltet den Herd auf die kleinste Stufe ein. Man kann auch eine Pfanne ohne Antihaft-Beschichtung verwenden, dann sollte man aber auch die Unterseite der Toasts dünn mit Butter bestreichen. Dann einfach nur warten, bis der Käse zerlaufen ist.
Auf diese Weise kann man auch Brot, das schon ein paar Tage alt ist wunderbar aufwerten.
Aus der Pfanne nehmen und sofort genießen.

Schlagwörter:Abendessen, altbackenes Brot aufwerten, Butter, Butterkäse, emmentaler, Gewürze, Gouda, herd, Käse, Pfanne, Pfeffer, pimp your bread, Raclette Käse, Raclettekäse, roggenbrot, schnell, Tilsiter, Toast, Toastbrot, Tomaten
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7. April 2013

Nachdem wir die vergangene Woche geschlemmt hatten, sollte es jetzt etwas einfaches sein. Ein Sonntag ohne Fleisch???? Das ist gar nicht so schwierig, wenn man solch ein leckeres Kartoffelgratin bekommt. Dazu ein Salat aus fein gehobelten Gurken und Radieschen, mit einem Dressing aus Essig, Öl, Salz und Pfeffer, bestreut mit Schnittlauchröllchen.
Einfach nur köstlich! Es sieht so sehr nach Frühling aus…
Dieses Rezept für Kartoffelgratin habe ich schon ewig. Seit ich etwa 14 Jahre alt bin, wird dieses Kartoffelgratin immer auf die gleiche Art gemacht. Es ist ein Originalrezept aus Frankreich, welches ich damals von meinem Französischlehrer bekommen habe. Ich glaube, es war damals im Rahmen von Projekttagen kurz vor den Sommerferien, in denen er mit einer kleinen Gruppe in die Vogesen auf eine Ferme gefahren ist. Dort haben wir zusammen leckere französische Gerichte gekocht. Einfach zwar, aber sehr gut. Von ihm stammt auch das Rezept für den „Far Breton”. Seinen Namen weiss ich nicht mehr, aber die Rezepte habe ich im Kopf behalten.


Kartoffelgratin / Gratin Dauphinois
(für 4 Personen)
500 g Kartoffeln schälen und in feine Scheiben hobeln.
3-4 Knoblauchzehen schälen, in kleine Würfel schneiden, oder durch eine Knoblauchpresse drücken und danach mit einem Messer auf einem Schneidebrett zusammen mit etwas Salz zerdrücken, so dass eine feine Paste entsteht.
1 Becher crème fraîche (ca. 200g) mit dem Knoblauch verrühren und in einem Shaker mit
½ Liter Milch mischen.
200-300 g Hartkäse (Comté, Gruyère oder Emmentaler) fein reiben.
Eine Auflaufform mit etwas Butter einfetten und abwechselnd eine dünne Schicht Kartoffelscheiben in die Form legen und geriebenen Käse darüber streuen.
Jede Lage mit etwas Milchmischung übergießen und mit groben Meersalz und schwarzen Pfeffer aus der Mühle würzen.
Den Auflauf mit etwas Semmelbrösel (Paniermehl) bestreuen und Butterflöckchen darauf setzen.

Im vorgeheizten Backofen bei 200°C – 225°C ca. 1 Stunde goldbraun überbacken.

Ein wenig abkühlen lassen – das Gratin ist sehr heiß.


Dazu passt natürlich auch grüner Salat, Tomatensalat und Karottensalat.

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1. April 2013

Am Ostersonntag gab es dieses Jahr eine Lammkeule. Superlecker. Praktisch: Alles in einer Auflaufform – Kartoffeln und Tomaten werden in die Auflaufform geschichtet, die Lammkeule muss nicht angebraten werden, sondern wird mit einer Kräuterpaste bestrichen und kann direkt in den Ofen geschoben werden. Supersaftig und noch leicht rosig kommt sie dann nach weniger als 2 Stunden aus dem Ofen. Inzwischen kann man sich um die Tischdeko und frühe Gäste kümmern. Perfekt für das Osterfest. Wer mag, kann als Vorspeise noch einen Salat servieren.
Agnello alla pugliese
Für vier Portionen braucht man:
1 kg Lammkeule
600 g kleine Kartoffeln (vorwiegend festkochend)
600 g reife Tomaten
1 Päckchen italinische Kräuter (TK)
1 unbehandelte Zitrone (Saft und Schale)
50 g frisch geriebener Parmesan (oder Pecorino)
3 Esslöffel Butterschmalz
4 Esslöffel Semmelbrösel (möglichst frisch gerieben)
4 Knoblauchzehen
6 Esslöffel Olivenöl
Salz, Pfeffer aus der Mühle
Die Lammkeule mit dem Saft von der Zitrone einreiben. Die Zitronenschale abreiben und beiseite stellen. Kartoffeln waschen, schälen und in 1/2 cm dicke Scheiben schneiden. Die Tomaten überbrühen, enhäuten und entkernen.

Eine Auflaufform mit etwas Olivenöl ausstreichen. Die Kartoffelscheiben einschichten, salzen und pfeffern, mit 2 Esslöffel Schmalzflöckchen belegen.

Die Tomaten dazwischen verteilen. Den Backofen auf 175 °C vorheizen.
Die Knoblauchzehen sehr fein hacken unter die TK Kräuter mischen (oder frische Petersilie fein hacken und untermischen), mit 4 Esslöffel Semmelbröseln und fein abgeriebener Zitronenschale mischen. 2/3 davon mit 4 Esslöffeln Olivenöl zu einer Paste rühren. Das restliche Drittel mit dem geriebenen Käse mischen und für später beiseite stellen.
Die Lammkeule salzen und pfeffern.
Mit der Kräuterpaste rundum einstreichen. Auf die Kartoffelscheiben in die Auflaufform legen, im vorgeheizten Backofen ca. 1 1/2 Stunden garen.

Die Backofentemperatur auf 225°C erhöhen. Die Petersilie-Käse-Mischung über Lammkeule und Kartoffeln streuen und 1 Esslöffel Schmalzflöckchen darauf verteilen.
15 Minuten knusprig überbacken.


Das Gericht kann übrigens auch mit zartem Zicklein zubereitet werden. An Ostern bekommt man das auch in Supermärkten (z. B. Edeka) ansonsten bei einem guten Metzger vorbestellen.
Schlagwörter:Backen, Backofen, frisch gerieben, Kartoffeln;, Käse, Knoblauch, Kochen, Kräuter, Lamm, Lammkeule, ohne Anbraten, Olivenöl, osterfest, Ostern, Parmesan, Pecorino, Petersilie, Pfeffer, pugliese, Salat, Salz, Semmelbrösel, TK-Kräuter, Tomaten, unbehandelte Zitrone, Zicklein, Zicklein Keule, Zitronensaft, Zitronenschale
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25. März 2013

Ich hatte schon lange kein echtes Cordon bleu mehr – denn meist bekommt man das in den Gaststätten mit Schweinefleisch zubereitet. Fast genauso wie das Schnitzel, das eben nun mal ein Kalbsschnitzel sein muss, um sich „Wiener Schnitzel” nennen zu dürfen.
Am Samstag war ich ja nicht zu Hause, also hat der Markgräfler den Einkauf beim Metzger unseres Vertrauens übernommen. Wir haben aber nicht ein klassisches Fleischstück für Cordon bleu genommen, nämlich kein etwas dickeres, das in der Mitte soweit durchgeschnitten wird, dass sich eine Tasche ergibt (am Rand bleibt ein Stückchen stehen), sondern ein großes, etwas dünneres, das ich dann etwas breitgeklopft habe (immer mit der flachen Seite des Fleischklopfers!).
Dann wird das Fleisch mit je einer Scheibe gekochtem Schinken belegt.

Dann kommen noch Käsestücke drauf – in meinem Fall war das Emmentaler vom Stück, es geht aber auch Greyerzer oder Appenzeller.

Dann in der Mitte umklappen und die Ränder mit Rouladennadeln oder Holzspießen zusammenstecken. Von beiden Seiten mit Salz und scharfem Paprikapulver würzen und mit Mehl bestäuben.
Ein bis zwei Eier in einen tiefen Teller geben, mit einer Gabel verquirlen. In einem zweiten Teller frische Semmelbrösel zum Panieren bereitstellen.
Die Cordon bleu nacheinander im Ei wenden und anschließend mit Semmelbrösel panieren. Nach Belieben ein zweites Mal wiederholen.
In einer Pfanne ein Stückchen Butter zusammen mit etwas Sonnenblumenöl zerlassen. Nicht zu heiß werden lassen. Die Cordon bleu hineingeben und von beiden Seiten sanft garen. Sie sind fertig, wenn der Käse beginnt, herauszulaufen.

Dazu gab es Backofen Pommes ( dauert nach Packungsanweisung ca. 20 Minuten, d. h. vor dem Braten der Cordon bleu in den Backofen tun!)
Dekoriert wird das ganze mit einer Scheibe Zitrone (Bio-Zitrone, heiß abgewaschen).

Und wer hat’s erfunden??? Laut Wikipedia waren es, wie alles, was mit Käse zu tun hat, wieder mal die Schweizer:
Schnitzel Cordon bleu [kɔʁdɔ̃ˈblø] („blaues Band“) oder kurz Cordon bleu ist ein mit Käse und Schinken gefülltes, paniertes Schnitzel vom Kalb. Vermutlich stammt das Rezept aus Brig[1] in der Schweiz.
Zur Zubereitung werden zuerst zwischen zwei kleine, dünne Schnitzel oder in die eingeschnittene Tasche eines dickeren Schnitzelstücks eine Scheibe Emmentaler-, Greyerzer-, Appenzeller- oder Raclettekäse und magerer Koch- oder Rohschinken gelegt. Die Ränder werden durch zusammendrücken verschlossen. Anschließend werden die Schnitzel mit Mehl, Ei und Paniermehl paniert und in reichlich Butterschmalz ausgebacken. Der Käse schmilzt durch das Braten und verleiht dem Cordon bleu den typischen Geschmack.
(…)
Wie es zur Bezeichnung Cordon bleu beim Schnitzel kam, ist nicht geklärt. Fest steht, dass der Ausdruck cordon bleu im Französischen eine Metapher für hohe Kochkunst ist und auf das breite, himmelblaue Band zurückgeht, an dem das goldene Kreuz des elitären Orden vom heiligen Geist aus dem 16. Jahrhundert getragen wurde (→ Kochschule Cordon bleu).
Der Zusatz „à la cordon bleu“ findet sich in älteren französischen Kochbüchern und bedeutet „nach Art der hohen Kochkunst“. Die älteste bekannte Erwähnung des Schnitzels Cordon bleu findet sich in Harry Schraemlis Buch Von Lucullus zu Escoffier aus dem Jahr 1949. (…)
Schlagwörter:Appenzeller, Backofen, Braten, Cordon bleu, emmentaler, gekochter Schinken, Greyerzer, Kalbfleisch, Kalbschnitzel, Käse, Kochen, mehl, Paniermehl, Pommes, Pommes Frites, Raclette, Raclette Käse, Salz, scharfes Paprikapulver, Semmelbroesel, Zitronenscheibe
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10. März 2013

Für ein perfektes Sonntagsfrühstück: Knusprige Kartoffel-Milchbrötchen, auf dem Pizzastein gebacken
Auf einem Kalenderblatt eines Küchengeräte-Herstellers habe ich dieses fantastische Rezept gefunden. Ich habe noch keinen supermodernen Backofen, bei dem man sogar Wasserdampf-Stöße abgeben kann, damit Brot und Brötchen aussen schön knusprig werden. Dafür habe ich aber schon seit längere Zeit einen Pizzastein, mit dem Pizza, Flammkuchen, Brot und Brötchen hervorragend gelingen. Wie aus dem Steinofen eben… Man legt den Pizzastein inden kalten Backofen auf die unterste Schiene und heizt dann 45-60 Minuten auf höchster Stufe auf .
Mein Backofen hat eine Pizzaback-Funktion, Umluft bzw. Heißluft mit Unterboden-Hitze. Volle Kanne aufdrehen heißt hierbei 250 °C. Nach etwa 40 Minuten stellt man ein mit Wasser gefülltes Backblech (ich nehme eine Waie bzw. Tarte-Form) auf den Boden des Backofens für den notwendigen Wasserdampf. Dann reduziert man die Hitze ein wenig. Können Unter- und Oberhitze getrennt geschaltet werden, schaltet man die Oberhitze aus.
Ich hatte aus meinem Weihnachts-Geschenkkorb Pulver für Kartoffelpüree – das ich ja, wie fleissigen Lesern bekannt sein würde, nur in Notfällen verwenden würde. Mein Kartoffel-Pü mache ich immer selbst! In dem Rezept stand, dass man statt der frisch gekochten Kartoffeln auch Kartoffelpüree-Pulver nehmen könnte, man müsste nur die Flüssigkeitsmenge erhöhen…
Statt dem Weizenmehl aus dem Rezept habe ich helles Dinkelmehl verwendet.

Kartoffel-Milchbrötchen
(150 g Kartoffeln) oder ca. 40 g Kartoffelpüree-Pulver
400 g Dinkelmehl Type 630
1 1/2 Teelöffel Salz
2 Päckchen Trockenhefe
(200 ml Vollmilch) 350 ml Vollmilch
2 Esslöffel Butter
etwas Pizza- oder Pastamehl mit Hartweizengrieß zum Ausformen
1. Bei Verwendung von rohen Kartoffeln diese schälen, vierteln und in einem Topf in Wasser weich kochen. Abgießen, mit einer Gabel zerdrücken und abkühlen lassen.
2. Mehl, Salz und Trockenhefe mischen. Bei Verwendung von Kartoffelpüree-Pulver dieses ebenfalls untermischen.
3. Die Milch mit der Butter in einem Topf leicht erwärmen. (Nicht zu heiß werden lassen!). Dann nach und nach zum Mehl geben und zu einem Teig verkneten. Der Teig kann noch leicht klebrig sein. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort 45 Minuten aufgehen lassen. In dieser Zeit den Pizzastein im Ofen aufheizen.
4. Die Teigkugel in 8 Portionen teilen. Mit bemehlten Händen die Teigteile zu Brötchen formen, dabei darauf achten, dass die Oberseite möglichst faltig ist. Falss nötig, dazu die Brötchenoberseite in etwas Mehl tauchen und den teig nach oben etwas auszupfen. Den Holzschieber mit Pastamehl bestreuen, die Brötchen darauf legen und mit Hilfe des Bretts auf den Pizzastein schieben. (Vorsicht, heiss!)
5. Die Hitze auf 210 °C reduzieren, die Brötchen ca. 20 -25 Minuten goldgelb backen.


Abkühlen lassen, aufschneiden und nach Wahl belegen.

Ganz frisch schmecken sie am besten nur mit Butter bestrichen:

Zum Frühstück mit Marmelade, Honig oder als Vesper mit Käse, Salami und Essiggurke:



Schlagwörter:abendbrot, Backen, Brötchen, Brot, Butter, Dinkelmehl, Essigurke, Frühstück, hefe, Kartoffeln;, Kartoffelpüree-Pulver, Käse, Marmelade, Milch, Pastamehl, Pizzamehl, Pizzastein, Pizzastein aufheizen, Salami, Salz, Trockenhefe, Vesper
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