Mit ‘Grittibänz’ getaggte Artikel

Riesengrättimann mit Tonpfeife

6. Dezember 2012

GrättimannTonpfeife2

Den hat mir der Markgräfler zum Nikolaus geschenkt!

Grättimann mit Branche – zum 1. Advent oder Nikolaustag

30. November 2012

moderner Grättimann

In der Schweiz gibt es neuerdings die Grättimänner mit einem Branche – (Nougat Stängeli) statt mit Schoggi-Stängeli, Rute oder Pfeife.
Hier ist mein Grättimann-Rezept. Das Nougat Stängeli darf man natürlich nicht mitbacken. Am Besten macht man mit dem Stiel eines Kochlöffels eine ensprechendes Loch in den Teig und steckt das Stängeli nach dem Backen in den noch leicht warmen Grättimann.

…ein Weckmann, traditionell

ZU TISCH – A TABLE, im Elsass, in Baden und der Schweiz

1. Oktober 2012

Am Sonntag waren wir mal seit langer Zeit im Museum – dem drei länder museum (musée des trois pays) in Lörrach. Bei der Sonderausstellung geht es rund um’s Essen im Dreiländereck – Deuschland, Elsaß, Schweiz. Nicht nur die Sonderaustellung, sondern das gesamte Museum ist äusserst sehenswert und das bei einem Eintritt von nur 2 Euro für Erwachsene. Hier eine Auswahl von Fotos – die ausnahmsweise mal nicht von mir selbst, sondern vom Markgräfler sind. Der hatte seine kleine Kompaktkamera dabei – meine Tasche mit dem Fotoapparat wurde wohl als zu groß und Ausstellungsstück-gefährdend angesehen, die musste ins Schliessfach wandern.
Fotografieren ist aber ausdrücklich erlaubt – ich konnte die Verantwortung für die Fotos auf meinen Mann abwälzen und hatte die Hände frei, um in den vielen Kochbüchern, die voller traditioneller Gerichte aus dem Dreiland sind, zu stöbern. Ahh und ooooh und viele Erinnerungen.

Die Fotos habe ich dann aber selbst bearbeitet, so wie die Maggi-Dose, die aussieht wie ein gemaltes Bild und das von Bild von Andy Warhol (“Campbell Soup”) übertreffen würde.
Grießschnitten, die auch Grießpfludde heißen, “Arme Ritter” = Fotzelschnitte = pain perdu mit Apfelmus, Apfelküchle, Ochsenfleisch mit Meerrettichsauce und Nudelsuppe, Spargel mit Chratzete, Springerle, Basler Läckerli, Rahmtäfeli, Grättimänner=Grittibänz= Mannala, Schäufele und Kartoffelsalat am Heiligabend, Linzertorte, die Neujahrsbrezel, Galette des rois zum Dreikönigstag und das Schweizer pendant, Osterflädli, Faschtewaie, Flammekueche, Ziebelewaie und Basler Mehlsuppe, suuri Läberle, Rösti und Brägele und nicht zu vergessen die Schwarzwälder Kirschtorte

.. So ziemlich alles, wovon ich schon Rezepte und Fotos geblogt habe, war dort liebevoll beschrieben. (Für das Rezept in meinem Blog jeweils anklicken). Aber keine Angst- ich habe auch viele neue Ideen bei der Ausstellung gesammelt.

Tja, was das Essen angeht, so ist man sich in der Ecke Basel-Mulhouse-Schwarzwald einig.

Eingekochtes

Also doch - Spätzle sind nicht rein schäbisch, bei uns heissen sie nur anders: Knöpfle! Und sind etwas dicker und rundlicher als die dünnen Schobespätzle ;-)

Mandelmühle – ebenfalls kein Bild, sondern das Foto entsprechend bearbeitet

Und…derzeit ist überall wieder Wähe-Saison, ob süß oder salzig, immer passend zur Jahreszeit.

Dieser Ausflug eignet sich perfekt für einen nebligen, kühlen Herbsttag – ein wenig Nostalgie.
Für die Kinder ist auch was mit dabei – z. B. die Schnüffellöcher, aus denen es nach Läckerli, Speck, Kakao,  und Wybert Bonbons duftet…

Typisch Lörrach:

Fahrt mal hin!

Grättimänner zum Nikolaustag

5. Dezember 2010

Zum Nikolaus gibt es im Markgräflerland „Grättimänner“

Um Freiburg nennt man sie Weckmann, in der Schweiz Grittibänz und im Elsass sind es die Manala.

In der Schweiz trugen sie zu meiner Kinderzeit eine Rute aus Stroh oder eine Pfeife aus Ton. Heute haben sie meist ein Schokostängeli unterm Arm oder sind mit Hagelzucker bestreut.

Über die Herkunft und Geschichte des von Kindern wie auch von Erwachsenen heißgeliebten St.-Nikolaus-Gebäcks tappen selbst die Historiker im Dunkeln. Die Teigform in Menschengestalt ist erst vom letzten Jahrhundert an in Österreich, Deutschland, der Schweiz und im Elsass nachweisbar. Über das genaue Alter weiß man nichts Bestimmtes; lediglich die Form des solothurnischen Grittibänzen (die Zweispitzhutform erinnert an die damalige Ambassadorenzeit), gibt einen Hinweis, dass er dort schon im 18. Jahrhundert üblich gewesen sein könnte.

Früher wurden sie aus gewöhnlichem Brotteig hergestellt, später mit aufkommendem Wohlstand aus Zopf- oder Süßteig.

Das Rezept

Für 6-8 Stück braucht man:

625 g Zopfmehl (90 % Weizen Type 405 und 10 % Dinkel Type 630)
2 Esslöffel Zucker
1 ½ Teelöffel Salz
1 Beutel Trockenhefe (7 g)
75 g Butter oder Margarine, geschmolzen
225 ml warmes Wasser

3 Eier, davon 1 getrennt

1 Teelöffel kaltes Wasser

Korinthen oder Rosinen, Hagelzucker oder Schokostängeli für die Deko

Zubereitung (in der Küchenmaschine):

  1. Den Backofen auf 190 °C vorheizen.
    450 g Mehl mit Zucker, Salz und Hefe in die Rührschüssel geben und mit dem Knethaken kurz vermischen.
    Geschmolzene Butter und Wasser verrühren, nach und nach in die Schüssel geben und kneten, dann die 2 Eier und das Eiweiß zugeben und 1 Minute kneten. Das restliche Mehl portionsweise zugeben, bis der Teig am Knethaken haftet und sich vom Schüsselrand löst. Weiter rühren, bis er glatt und geschmeidig ist.
    Den Teig in eine gefettete Schüssel stürzen. Abgedeckt an einem warmen, zugfreien Platz 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
  2. Den Teig kurz von Hand durchkneten und in sechs bis acht gleich große Stücke teilen.
    Die Teigstücke zuerst rund und dann länglich, tropfenförmig ziehen. Beim stumpfen Ende etwa ¼ als Kopf ausdrehen und auf ein Blech setzen. Die Teigstücke etwas flachdrücken und mit einem Messer Arme und Beine einschneiden.
    Nochmals etwa 15 Minuten gehen lassen.
  3. Eigelb mit kaltem Wasser verrühren und die Männer damit bepinseln.
    Durch Eindrücken von Sultaninen Augen, Mund und Knöpfe markieren.
  4. Im vorgeheizten Backofen 20 Minuten backen.

Nachtrag aus der Austellung “ZU TISCH – A TABLE” im Museum in Lörrach 21.09.2012 bis 24.02.2013


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