Mit ‘Bier’ getaggte Artikel
19. Mai 2013

Eigentlich wollte ich einfach nur ein wenig in der Buchhandlung stöbern, ich hatte nichts Bestimmtes gesucht – und bin natürlich wieder mal in der Kochbuch-Ecke gelandet. Nichts wollte mir so richtig gefallen und bei jedem zweiten Buch dachte ich: „Diese Rezepte kennst Du schon in der einen oder anderen Variante, sind zwar tolle Bilder, aber im Regal zu Hause stehen schon so viele Bücher und ein paar Ordner mit Rezepten, die aus irgendwelchen Zeitschriften ausgeschnitten wurden – müsste ich dringend mal ausmisten…” Ich wollte schon wieder rausgehen, da blieb mein Blick an diesem 9 cm dicken Buch hängen:

1000 Recipes To Try Before You Die. Rezepte aus der ganzen Welt.
Da standen einige Rezepte aus aller Welt drin, die ich noch nicht kannte und auch einige, die allein von den Zutaten her schon toll klangen. Also habe ich zugegriffen. Ein Schnäppchen für 20 Euro. Und ich habe mir vorgenommen, aus jedem Land mindestens ein Gericht zu kochen. Gestern Abend gab es das erste Gericht. Das Buch beginnt mit derm Kontinent Europa, von Norden nach Süden. Der erste Buchstabe ist hier das B für Belgien, gefolgt von Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Irland, Niederlande, Österreich, dann kommt die Schweiz, Griechenland, Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Spanien, Zypern. Dann geht es mit den östlichen Gebieten weiter, Estland, Lettland, Littauen, Polen über Russland, Tschechien, Türkei, Ungarn, Ukraine. Dann kommt Skandinavien mit Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden.
Danach geht es nach Afrika, den Nahen Osten, China, Japan, die USA und Südamerika. Ein buntes Programm. Alle Rezepte werde ich vermutlich nicht schaffen, zum einen, weil Zutaten dabei sind, die bei uns entweder schwer erhältlich sind, zum anderen Zutaten, die wir nicht mögen. Die Autoren haben all diese Rezepte auf ihren Reisen zusammengetragen und ermutigen dazu, auch mal eine Zutat gegen etwas anderes auszutauschen oder wegzulassen. Hier kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen. Die Rezepte sind für 4 Personen gedacht.

Belgien ist für vier Lebensmittel bekannt: Bier, Pommes, Schokolade und Waffeln. Der Markgräfler war vor vielen Jahren einmal dort und konnte entsprechend berichten. Erste Schwierigkeit für dieses Rezept war das Bier. Es sollte ein hochprozentiges Trappistenbier sein. Im nahegelegenen Frankreich, in einem kleinen Dorfsupermarkt wurden wir fündig, was Belgisches Bier betrifft. Der Alkoholgehalt von belgischem Bier kann bis zu 18 Vol. % betragen. Wir haben nur eines mit 8,5 % gefunden. Mit einem stärkeren Bier wird das Gericht vermutlich etwas herber.

Ich war so frei und habe zum Fisch einen Kartoffelsalat gemacht. Im Buch steht leider nicht, was man üblicherweise dazu isst – aber Kartoffelsalat schien mir passend.
Überbackener Kabeljau in Biersauce
unter einer Zwiebelkruste
2 weiße Zwiebeln
100 g Butter
und Butter für die Form
200 ml helles Trappistenbier (ersatzweise helles Bockbier)
3 Cornichons
4 Scheiben Kabeljau à 200 g
Saft von 1 Zitrone
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
2 Eigelb
200 g süße Sahne
2 Esslöffel Semmelbrösel
Die Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Scheiben schneiden. Die Hälfte der Butter zerlassen und die Zwiebeln darin hellgelb anschwitzen. Mit dem Bier aufgießen und ca. 10 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen.
Den Backofen auf 175 °C erhitzen. Cornichons fein hacken und zu den Zwiebeln geben.
Den Kabeljau mit Zitronensaft beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Fischstücke nebeneinander in eine gebutterte Auflaufform legen und die Zwiebelmischung darüber verteilen.


Das Eigelb mit der Sahne verquirlen und über die Fischstücke gießen. Mit den Semmelbröseln bestreuen und die restliche Butter in Flöckchen daraufsetzen.

Im heißen Ofen ca. 15 Minuten goldbraun überbacken.

Schlagwörter:1000 Recipes To Try Before You Die, Belgien, Bier, Buch, china japan, Cornichons, Fisch, Kabeljau, Kartoffeln;, Kartoffelsalat, Kochbuch, Kochen, Kochen mit Bier, kontinent europa, nahen osten, norwegen und schweden, Pommes, rezepte aus aller welt, Rezepte aus der ganzen Welt, Schokolade, Trappistenbier, Waffeln, Zwiebeln
Veröffentlicht in Essen & Trinken, Food, Fotografie, Rezepte | Kommentar schreiben »
9. Mai 2013

Ein Klassiker auf den Vesperkarten in den Gaststätten des Markgräflerlandes: Der Elsässer Wurstsalat. Bei einem Elsässer Wurstsalat muss auf jeden Fall Käse dabei sein….
Man kann entweder fertig vorgeschnittene Lyonerstreifen (manchmal auch gemischt mit Fleischkäse) verwenden. Ich hatte Cervelat Würste (Klöpfer) aus der Schweiz. Man kann auch einen Fleischwurstring kleinschneiden. Hierzu die Haut/Pelle abziehen, dann in feine Streifen schneiden. Dann schneidet man noch Emmentaler Käse in Streifen und mischt beides.
Ausserdem gibt man in Streifen geschnittene Essiggurken dazu und eine Zwiebel, in kleine Würfel geschnitten. Das Dressing besteht aus dem Essiggurkenwasser, Salatkräutern, etwas Sonnenblumenöl und einem Schuss Weinessig. Ich würze immer noch mit ein paar Tropfen Maggi.

Dazu gibt es frisches Bauernbrot oder Baguette Brötchen und ein kühles Bier, Radler oder Apfelschorle.
Mahlzeit!

Schlagwörter:Apfelschorle, Baguette, Bauernbrot, Bier, Brötchen, Cervelat, Cocktailtomaten, emmentaler, Essiggurke, Fleischkäse, Fleischwurst, Käse, Klöpfer, Leberkäse, Lyoner, Maggi, Radler, Salatkräuter, Vesper, Wandern, Wurstsalt, Zwiebel
Veröffentlicht in Essen & Trinken, Food, Fotografie, Frankreich, Markgraeflerland, Rezepte | Kommentar schreiben »
6. Mai 2013

So einfach und so gut – ein Schinkenweckle. Wir sagen zu unseren Brötchen „Weckle”. Der Klassiker im Markgräflerland: mit gekochtem Schinken belegt. Ganz wichtig: nach dem Durchschneiden wird eine oder beide Hälften mit Butter bestrichen, dann der Schinken aufgelegt, mit in Scheiben geschnittenen Essiggurken belegt und zusammengeklappt. Dann kommt es normalerweise in eine Butterbrot-Papiertüte, aus der man dann wunderbar essen kann, ohne alles vollzukrümeln.
Traditionelle Verpflegung zum Viertele Wein oder einem Glas Bier an Festen (oder für Kinder eine Orangenlimonade – das waren früher Sinalco, Mirinda oder Libella) – damit konnte man eine zeitlang aushalten.
Zum nahenden „Vatertag” (Himmelfahrt) bietet sich sowas auch als Verpflegung zum Wandern oder für ein Picknick an.

Bei dem Brötchen bzw. Weckle handelt es sich um ein „Spitzweckle”, weil es an beiden Ende meist spitz zuläuft. Es ist aus Milchbrötchenteig aber buttrig und zart.

Schlagwörter:Bier, Brötchen, Butter, Essiggurken, für kinder, Feiertag, Fest, gekochter Schinken, Libella, Milcbrötchen, Mirinda, Orangenlimonade, Picknick, Schinken, Schinkenweckle, Sinalco, Spitzweckle, traditionelle, Verpflegung, Vesper, Wandern, Wandertag, Weckle, Wein
Veröffentlicht in Essen & Trinken, Food, Fotografie, Markgraeflerland, Rezepte | Kommentar schreiben »
17. März 2013

♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣
Heute ist ♣ St. Patrick’s Day ♣ – der wichtigste irische Feiertag, an dem der Nationalheilige gefeiert wird. Wir feiern mit – mit einem Beef & Guinness Stew, einem deftigen Eintopf mit Bier und Rindfleisch. Dazu gibt es irisches Kartoffelpüree (mit Frühlingszwiebeln) und in Honig gedünstete Karotten- und Pastinakenwürfelchen.
Im Rezept stand, dass man das Stew am Vortag zubereiten soll, weil es dann aromatischer wird. Also eigentlich ein Samstagseintopf, den es wegen des Feiertages erst am Sonntag gibt…
Das kam mir sehr entgegen, weil der Markgräfler gestern gar nicht zu Hause war. Heute musste ich dann nur noch die Beilagen zubereiten und ausserdem noch ein feines Dessert, eine Bailey’s Mousse – aber dazu später.
Das Rezept für das Stew ist supereinfach und braucht nicht viel Vorbereitung. Köcheln tut es dann von selbst, zwei Stunden sollte es garen.
Für 4 Personen:
♣ Beef & Guinness Stew ♣
200 ml GUINNESS® Extra Stout
500 g gewürfeltes Rindfleisch (zum Kochen – ein gut durchwachsenes Stück aussuchen)
Olivenöl, Butter zum Anbraten
1 mittelgroße Zwiebel, gewürfelt
1 große Karotte, gewürfelt
1 große Pastinake, gewürfelt
1 Sellerieknolle, gewürfelt
1 Liter dicke Rinderbrühe (Rinderfond)
Frischer Thymian & Rosmarin (kleine Zweige)
Das Rindfleisch in einem großen Bräter in etwas Öl und Butter scharf anbraten. Das Gemüse zugeben und kochen, bis es zart ist. Dann das GUINNESS ® angießen und um die Hälfte reduzieren (einkochen lassen). Die Rinderbrühe und Kräuter zugeben und für 2 Stunden leicht köcheln lassen.
Dazu gibt es irische Stampfkartoffeln, Kartoffelpüree, in das man Frühhlingszwiebel-Röllchen gibt, und Karotten- und Pastinakenwürfelchen, die in einer Pfanne mit etwas Butter und Honig gebraten werden.
Irische Stampfkartoffeln
Für 4 Personen (2 Personen)
1 kg mehligkochende Kartoffeln (500 g)
Salz
250 ml Wasser (125 ml)
375 ml Milch (knapp 200 ml)
frisch geriebene Muskatnuss
50 g Butter (25 g)
In Röllchen geschnittene Frühlingszwiebel 4 Stück (2 Stück)
Kartoffeln waschen, mit dem Sparschäler schälen und alle Keimansätze ausstechen. Die geschälten Kartoffeln nochmals kurz abspülen, dann in nicht zu große, gleichmäßige Stücke schneiden. Die Kartoffeln mit 1 Teelöffel (1/2 Teelöffel ) Salz und dem Wasser in einen Topf geben und zugedeckt bei mittlerer, später bei schwacher Hitze ca. 25 Minuten garen, bis sie weich sind.
Die Kartoffeln abgiessen und etwas ausdämpfen lassen.
Die Milch zum Kochen bringen, mit Salz und Muskatnuss würzen. Die Kartoffeln mit dem Kartoffelstampfer zerdrücken und mit dem Schneebesen nach und nach die Milch unter die Kartoffelmasse rühren. Mit Butter verfeinern. Zum Schluss die Hälfte der Zwiebelröllchen unterheben, mit dem grünen Teil der Röllchen bestreuen.
♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣

♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣ ♣
Getränke: Irisches Bier nach Wahl – das dunkle Guinness oder das etwas hellere Kilkenny…



Schlagwörter:Beef, Bier, Eintopf, Extra, Feiertag, Fleisch, Frühlingszwiebeln, Gemüse, grosser Topf, Guinness, guinness stew, guinness stout, Honig, Irland, Karotte, Kartoffelpüree, Kilkenny, Pastinake, Rindfleisch, Rosmarin, Samstagseintopf, Sellerie, St. Patrick's Day, Stampfkartoffeln, Stew, Stout, Thymian
Veröffentlicht in Essen & Trinken, Food, Fotografie, Reisen, Rezepte, Samstagseintopf | Kommentar schreiben »
2. Februar 2013

Wenn’s an Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit (Lostag)
2. Februar 2013
La Chandeleur – Groundhog Day
Jedes Jahr am 2. Februar, 40 Tage nach Weihnachten ist Maria Lichmess. In Frankreich isst man an diesem Tag immer Crêpes / Pfannkuchen / Eierkuchen, und das in allen möglichen Variationen. Klassiker der französischen Küche sind die Galettes aus der Bretagne, die mit Buchweizenmehl gemacht werden. Sie gibt es süß und salzig.
In Pennsylvania, USA und in Canada feiert man den Groundhog Day, an dem ganz Punxsutawney gespannt ist, welches Wetter das Murmeltier Phil voraussagen wird. Bei uns werden in der Kirche die Kerzen geweiht, sie sollen vor Blitzschlag und Feuersbrunst bewahren….
Mehr Info hier:
http://markgraeflerin.wordpress.com/2011/02/02/maria-lichtmess-la-chandeleur-murmeltiertag-groundhog-day/

Dieses Jahr habe ich mir etwas ganz Besonderes ausgedacht: Bier Crêpes (Pfannkuchen) mit Apfelringen und Blutorangen belegt, dann mit Zucker bestreut, der beim Wenden karamellisiert und zum Schluss mit etwas Grand Marnier verfeinert – mmmmh!

Bier Crêpes
Für 4 Personen
Für den Teig:
150 g helles Dinkelmehl
3 kleine oder 2 große Eier
1 Prise Salz
300 ml helles Bier (Pils)
100 ml Wasser
Butter zum Backen
Für den Belag
2 süße, feste Äpfel
2 Blutorangen
etwas brauner Zucker
nach Belieben etwas Grand Marnier
Puderzucker
Mehl mit einer Prise Salz in eine Schüssel mit Ausguss geben. dann die Eier, 300 ml Bier und 100 ml Wasser hinzufügen und mit einem Schneebesen glatt rühren.

Die Äpfel waschen, schälen, das Kerngehäuse ausstechen und in feine Scheiben hobeln. Die Schale von einer Blutorange mit einem Messer samt weisser Haut rundum abschneiden, dann filetieren. Dabei den Saft auffangen. Von der zweiten Blutorange den Saft auspressen und über die Apfelscheiben träufeln.
Dann die Pfannkuchen backen:
Teig nochmals kurz mit dem Schneebesen durchrühren, dann in einer Crêpe-Pfanne etwas Butter zerlassen, dann etwas Teig hineingeben, so dass der Boden bedeckt ist. Dann Apfelscheiben darauf verteilen, etwas von den Orangenfilets dazugeben und leicht mit braunem Zucker bestreuen.

Sobalde der Teig auf der Oberseite nicht mehr flüssig ist, mit Hilfe eines Tellers den Pfannkuchen wenden und wieder vorsichtig in die Pfanne gleiten lassen. Bei Bedarf vorher noch ein wenig Butter in die Pfanne geben. Einige Minuten bei reduzierter Hitze weitergaren, dann auf einen Teller stürzen.

Nach Belieben mit etwas Grand Marnier beträufeln und mit Puderzucker bestreuen. Ahornsirup passt auch wunderbar dazu.

….kleiner Nachtrag:

Murmeltier Phil – Foto: Die Welt
http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article113334930/Murmeltier-sagt-baldiges-Ende-des-Winters-voraus.html
Schlagwörter:2. Februar, Ahornsirup, Apfel, Bier, Blutorange, brauner Zucker, Butter, Crepes, Deutschland, Dinkelmehl, Eier, Eierkuchen, Frankreich, Grand Marnier, Groundhog Day, karamellisiert, Kerzen, Kerzenweihe, Kochen, Lostag, Maria Lichtmess, mehl, Murmeltier Phil, Orangenlikör, Pennsylvania, pennsylvania usa, Pfannkuchen, Puderzucker, Salz, USA
Veröffentlicht in Essen & Trinken, Food, Fotografie, Reisen, Rezepte | 1 Kommentar »
1. November 2012
Hier ist noch ein Nachtrag zu meinem Geburtstag. Am Montagabend waren wir in Müllheim im Restaurant “Zur alten Gerberei”. Ein gemütliches, kleines Restaurant mit einer kleinen Anzahl Tische in einem Gewölbekeller und einer kleinen, übersichtlichen und feinen Speisekarte. Gekocht wird lokal und saisonal – in der Beschreibung steht “Badisch-Elsässische Küche”. Statt Champagner gab es hausgebrautes Bier, in der Sektflasche vergoren, naturbelassen, unfiltriert und mild im Geschmack, auf Eis serviert in eisgekühlten Gläsern. Auf jeden Fall ein Ausgehtipp für ein romantisches Kerzenschein-Dinner. (auf jeden Fall vorher anrufen und reservieren – es gibt nicht allzu viele Plätze…)
Die Speisekarte ist klein und fein – ich habe mich für Salat und Steak mit Bratkartoffeln entschieden, der Markgräfler für ein Lammhäxle in Ingwerbiersauce, auch mit Bratkartoffeln (auf der Speisekarte war Kartoffelgratin vorgesehen, aber Änderungswünsche sind hier kein Problem), dazu Peperonata.
Alles wird täglich frisch zubereitet…
Und natürlich gab es noch ein Dessert und Espresso zum Abschluss. Aber dazu später…Ich wurde so richtig verwöhnt.

bunter Salat

Steak mit Kräuterbutter und Bratkartoffeln

Lammhäxle geschmort, an Ingwer-Bier Sauce mit Bratkartoffeln (leider etwas verschwommen…)
Das Dessert:

Waldhonigparfait mit heissen Zwetschgen
Der Markgräfler hatte sich für Zitronensorbet in Crémant d’Alsace entschieden.

Ein rundum gelungener Abend zu zweit!
Übrigens: Das Bier kann man auch flaschenweise zum mitnehmen kaufen. Wir haben eine Flasche Ingwerbier mitgenommen.
Köstlich!!!
Schlagwörter:Abendessen, Bier, Bier in Sektflasche, Bratkartoffeln, brägele, Dessert, Dinner, Geburtstag, ginger, ginger beer, Haubrauerei, in der Flasche gereift, Ingwer-Bier, Ingwer-Bier Sauce, Ingwerbier, Kartoffelgratin, Korken, Lammhäxle, naturbelassen, nicht pasteurisiert, Peperonata, Sektflasche, Steak, unfiltriert, Waldhonigparfait, Zwetschgen
Veröffentlicht in Essen & Trinken, Food, Fotografie, Rezepte | Kommentar schreiben »
24. September 2012

Oder ist es einfach nur eine übergroße Apfeltasche – ‘ne ganz billige Masche zum Oktoberfest. Und das soll jetzt für dieses Jahr erst einmal der Rest vom Fest sein!
Eigentlich ist Apfelstrudel ja aus Österreich – aber Dampfnudeln zum Kaffee, das wäre dann doch etwas zu heftig geworden, und ich denke, dass man auch in Bayern gerne Apfelstrudel mag. Ausserdem habe ich jetzt die ersten Äpfel aus meinem Garten.

Das Büro, in dem ich arbeite, befindet sich nämlich im 6. Stock eines Einkaufszentrums. Und was ist dort im Erdgeschoss aufgebaut???
Natürlich ein Biergarten mit einem Alleinunterhalter, der den ganzen lieben langen Tag bis abends Blasmusik vom Keybord klimpert. Also einen grossen Bogen darum in der Mittagspause (Weißwürste und Brezeln gab’s ja schon) – und Bier, naja, da wär’s hinterher nix mehr mit der Arbeit….
und den zweiten Bogen drum auf dem Heimweg. Aber der Stand ist dennoch gut besucht, das Oktoberfest hat also auch schon in Basel Fuss gefasst.
(Verstehen kann ich das nicht gerade, denn die Basler Herbschmäss Ende Oktober ist viel, viel schöner!)
Hier zum Rezept für den Apfelstrudel mit Brettacher-Äpfeln aus meinem Garten!
1 Rolle Blätterteig (275 g)
2-3 säuerliche, saftige Äpfel (Brettacher)
Zucker
etwas Weisswein
etwas Bier
Zimt
nach Belieben eine Handvoll Rosinen
eine Handvoll Mandelstifte
etwas Semmelbrösel
verquirltes Ei
Für die Füllung von den Äpfeln das Kerngehäuse ausstechen, dünn schälen, achteln und in Stücke schneiden. Die Apfelstücke in eine Pfanne geben, mit Zucker bestreuen (Menge nach Belieben und Apfelsorte) und weich dünsten. Je einen Schuss Weisswein und Bier angießen, dann mit 1-2 Esslöffeln Vanillepuddingpulver binden und mit Zimtpulver abschmecken.
Vom Herd nehmen, Rosinen und Mandelstifte und etwas Semmelbrösel untermischen. Den Teig auf dem Backpapier (das in der Packung ist) ausrollen, mit Semmelbröseln bestreuen, dann die Füllung längs in der Mitte verteilen, dabei einen Rand lassen. Von den langen Seiten den Teig über die Füllung schlagen, dann die Enden einschlagen.
Den Strudel umdrehen, so dass die “Nahtstelle” auf dem Backpapier liegt. Mit verquirltem Ei bestreichen und mit einem scharfen Messer eine “Jalousie” schneiden.
20-25 Minuten auf einem Blech in der Mitte des vorgeheizten Backofens bei 200 °C backen.
Übrigens, die Bavaroise passt wunderbar auch zum Apfelstrudel, wie wir festgestellt haben:

Wer mag, kann das ganze ganz klassisch mit selbst gemachter Vanillesauce, Vanille-Eis oder geschlagener Sahne servieren.
Schlagwörter:altbackenes Brot verwerten, Apfelstrudel, Bavaroise, Bier, Blätterteig, Brettacher Apfel, Mandelstifte, Oktoberfest, Rosinen, Semmelbrösel, trockenes Brot verwerten, Vanille Eis, Vanille-Sauce selbstgemacht, Weisswein, Zimt, Zucker
Veröffentlicht in Essen & Trinken, Food, Rezepte | Kommentar schreiben »
24. September 2012

Ich hatte ja versprochen, dass es noch ein Oktoberfest-Dessert gibt. Hier ist es, ein cremiges Dessert mit Karamel, Bier und Sahne. Es braucht zwar ein bisschen Zeit, ist aber kinderleicht.
Karamel-Bier-Bavaroise
200 g Zucker
1/2 Liter Vollbier
6 Blatt Gelatine
Saft 1/2 Zitrone
200 g süße Sahne
Den Zucker in einem Topf erhitzen und karamelisieren lassen, bis er eine goldgelbe Farbe angenommen hat. Mit Bier aufgießen (Vorsicht, spritzt) und einreduzieren.
Mit Zitronensaft abschmecken. Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Gut ausdrücken und in dem noch heißen Karamel-Bierfond auflösen. Abkühlen lassen und in den Kühlschrank stellen.
Wenn die Mischung beginnt fest zu werden, die steif geschlagene Sahne unterziehen. In eine Schüssel oder in Dessertschälchen füllen. Im Tiefkühlfach fest werden lassen aber nicht gefrieren! (Geht im Kühlschrank auch, dauert dann aber länger).
Daraus wird eine wunderbare, dezent nach Bier schmeckende cremige Mousse. Der Markgräfler -und die Markgräflerin auch
– haben sich noch einen Nachschlag geholt, so gut war die Bavaroise.

Dazu könnte ich mir auch ein paar Grapefruit-Spalten oder karamelisierte Walnüsse vorstellen.
Variante a:
1 Grapefruit schälen, rundum die weiße Haut abschneiden und filetieren (mit einem scharfen Messer zwieschen den Häutchen in Spalten schneiden).
Variante b:
50 ng Walnußkerne in grobe Stückchen hacken. In Zucker oder Honig karamelisieren lassen. Nach dem Erkalten die Bavaroise damit bestreuen.
Schlagwörter:Bavaroise, Bier, delikat, Dessert, Gelatine, Grapefruit, Karamel, leicht herb, Sahne, Süß, Walnüsse, Zucker
Veröffentlicht in Essen & Trinken, Food, Rezepte | Kommentar schreiben »
23. September 2012

Heute zum Mittagessen gab es passend zum Oktoberfest einen Bayrischen Klassiker. Einen Krustenbraten in Biersauce, dazu Semmelknödel und Rotkraut.
Hier sind die Rezepte:
Krustenbraten in Biersauce
750 g Schweinebraten mit Schwarte (vom Metzger karoförmig einschneiden lassen)
Salz, frisch gemahlener Pfeffer
1 Esslöffel Semmelbrösel
1 Teelöffel Kümmel
1 Zwiebel
2 Tomaten
ca. 250 ml Bier
etwas Kartoffelstärke zum Binden der Sauce, evtl. ein wenig Sahne
Das Fleisch trockentupfen. Rundum mit Salz und Pfeffer einreiben. Das Fleisch mit der abgezogenen, geachtelten Zwiebel und den geviertelten Tomaten in den gewässerten (10 Minuten) Römertopf geben. Eine Tasse Bier angießen.

Die Schwarte mit Semmelbröseln und dem Kümmel bestreuen.

Den Topf schliessen, auf den Rost in die Mitte des kalten Backofens schieben, den Ofen schliessen und die Temperatur auf 220 °C einstellen. Nach einer Stunde noch etwas Bier angießen (keine Sorge, der Alkohol verdampft vollständig). Insgesamt zwei Stunden garen:

Aus dem Ofen herausnehmen, zugedeckt noch etwas ruhen lassen. Die Soße aus dem Römertopf durch ein Sieb in eine Pfanne geben. Aufkochen, noch mit etwas Salz, Pfeffer und nach Belieben mit gekörnter Brühe würzen. Mit 1 – 2 Teelöffeln Kartoffelstärke, die mit etwas kaltem Wasser angerührt wurde binden. Evtl. noch einen kleinen Schuss Sahne hinzufügen und etwas einreduzieren.


Die Semmelknödel

Beinahe hätte es hier ein Desaster gegeben. Schweinebraten ohne Knödel? Unmöglich!
Irgendwie haben sich die ersten Knödel im Wasser aufgelöst und sind komplette zerfallen.
Beim zweiten Versuch habe ich die Knödel dann straff in Alufolie gewickelt und darin gegart, anschliessend in eine Auflaufform in den noch warmen Ofen geschoben, nachgesalzen und mit ein paar Butterflöckchen obendrauf fertiggegart. Das hat wunderbar geklappt. Ja, solche Tage gibt es bei mir auch mal – aber wenn man meint, es klappt gar nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her – in diesem Fall die Idee mit der Alufolie und dem Backofen. Geschmeckt haben sie hervorragend. Ich vermute, dass die Eier zu klein waren, die ich für den Knödelteig verwendet habe.
Am Rezept kann es nicht liegen, denn ich habe die Knödel nicht das erste Mal gemacht:
Für 4 Personen (sehr üppig)
10-12 altbackene Brötchen (ca. 500 g)
1/4 Liter warme Milch
3 Eier
Salz, frisch geriebene Muskatnuss
1 Zwiebel
1 Bund Petersilie
2 Esslöffel Butter
Die Brötchen in dünne Scheiben schneiden. Dann in eine Schüssel geben und mit der Milch übergießen. Die Eier dazuschlagen, mit Salz und dem Muskat würzen.
Die Zwiebeln und die Petersilie feinhacken. Die Butter in einem Pfännchen zerlassen. Die Zwiebel nd die Petersilie darin anbraten. Den Pfänncheninhalt zu dem Brotteig geben, alles gut vermengen und 20 Minuten zugedeckt stehen lassen.
Reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Aus dem Teig mit nassen Händen Knödel formen, in das Salzwasser legen und 15-20 Minuten bei milder Hitze ziehen lassen.
Gut abgetropft servieren.

Beim Rotkraut hat die Bequemlichkeit gesiegt – fertig aus der Packung in den Topf und erwärmen.

…und später gibt’s noch ein Dessert!
Schlagwörter:altbackene Brötchen, Bier, Biersauce, Hilfe die Knödel fallen zusammen, Kümmel, Knödel Desaster, Kruste, Krustenbraten, Oktoberfest, Rotkraut, Schwarte, Schweinebraten, Semmelbrösel, Semmelknödel, Sonntagsbraten, Tomaten, Zwiebeln
Veröffentlicht in Essen & Trinken, Food, Rezepte | Kommentar schreiben »
23. September 2012

Man nehme Weißwürste (pro Person ein Paar) vom Metzger seines Vertrauens – bei uns die Metzgerei Grether in Hügelheim – großes Kompliment: die Weißwürste schmecken mindestens genauso gut wie die, die ich mal in München in einer kleinen Wirtschaft (mit eigener Metzgerei) am Viktualienmarkt gegessen habe!
Sie sind schön würzig und man kann sie gut “zutzeln”.
Die Würste in knapp siedendes Wasser geben – sie dürfen nicht kochen, also schön dabei aufpassen, damit sie nicht platzen (ca. 20 Min. in dem heissen Wasser ziehen lassen).

Dazu braucht man noch frische Brezeln vom Bäcker – der Markgräfler ist extra heute morgen zur Bäckerei Kirscher - und original Händlmaiers Weisswurstsenf (oder süßer Senf) – fertig ist das Weisswurstfrühstück.

Normalerweise gibt es noch ein Weißbier dazu – darauf haben wir aber heute verzichtet.
Normalerweise mag ich ja keine Wurst zum Frühstück, aber zum Oktoberfest muss das mal sein.
Superlecker.
Schlagwörter:Bayern, Bier, Brezeln, München, Metzgerei Grether, Oktoberfest, süßer Senf, Senf, Viktualienmarkt, würzig, Weisswurst, Weisswurst richtig erhitzen, Weisswurstsenf, wirtschaft
Veröffentlicht in Essen & Trinken, Food, Rezepte | Kommentar schreiben »