Archiv für April 2012

Aus meinem Garten – April: Vom Schnecken Schreck “SlakkenSchrik Kupferband™” und den Slug Rings

29. April 2012

Bluebells

Die Fee fühlt sich wohl in ihrem Meer aus Sedum. Sie kann von einer Schneckenplage nicht viel berichten. Auch die Bluebells aus England blühen dieses Jahr wieder üppig unter meinem Apfelbaum. Die werden zum Glück auch nicht von den Schnecken aufgefressen.

Aber ansonsten, wie jedes Jahr das gleiche Spiel, kaum regnet es ein wenig, sind die Schnecken wieder da, und meine frisch angepflanzten Kräuter – z. B. der Peterle (Petersilie) fallen dem Schneckenfrass zum  Opfer.

Da fällt mir doch wieder das Gedicht von Wilhelm Busch ein:

Die Schnecken

Rötlich dämmert es im Westen,
Und der laute Tag verklingt,
Nur daß auf den höchsten Ästen
Lieblich noch die Drossel singt.

Jetzt in dichtbelaubten Hecken,
Wo es still verborgen blieb,
Rüstet sich das Volk der Schnecken
Für den nächtlichen Betrieb.

Tastend streckt sich ihr Gehörne.
Schwach nur ist das Augenlicht.
Dennoch schon aus weiter Ferne
Wittern sie ihr Leibgericht.

Schleimig, säumig, aber stete,
Immer auf dem nächsten Pfad,
Finden sie die Gartenbeete
Mit dem schönsten Kopfsalat.

Hier vereint zu ernsten Dingen,
Bis zum Morgensonnenschein,
Nagen sie geheim und dringen
Tief ins grüne Herz hinein.

Darum braucht die Köchin Jettchen
Dieses Kraut nie ohne Arg.
Sorgsam prüft sie jedes Blättchen,
Ob sich nichts darin verbarg.

Sie hat Furcht, den Zorn zu wecken
Ihres lieben gnädgen Herrn.
Kopfsalat, vermischt mit Schnecken,
Mag der alte Kerl nicht gern.

Wie wahr… Was habe ich nicht schon alles versucht- in der Dämmerung den Schnecken aufgelauert, Schneckenkorn gestreut (das von Neudorff – Ferramol, welches ganz unschädlich sein soll), Schrecken-Schreck Saatband in der Erde vergraben (das sollen Pflanzen sein, die Schnecken nicht mögen, z. B. Borretsch – die aber nur von den Schnecken gemieden wurden, aber die Petersilie war später trotzdem weg).

Peperoni / Chili Pflanzen und Basilikum sind sogar ein Leibgericht der Schnecken… :-(

Dieses Jahr habe ich im Manufaktum Katalog eine ganz geniale Schneckenabwehr entdeckt: Slug Rings, das sind Ringe aus Kupfer. Die Schnecken bekommen anscheinend einen Stromschlag, wenn sie über das Kupfer kriechen wollen, und meiden deshalb die Ringe. Eine andere Theorie ist, dass sich der Schleim der Schnecken nicht mit Kupfer verträgt. Wie auch immer – wenn’s hilft….
Der SlakkenSchrik™ kommt aus den Niederlanden, man klebt es um die vor Schneckenfrass zu schützenden Töpfe….und wenn die Niederländer sich nicht mit Gärtnern und Schnecken auskennen, dann gebe ich endgültig auf, und Petersilie und Basilikum werden in Zukunft fertig im Töpfchen gekauft und nicht mehr ins Freiland gepflanzt.

Da wir in unserem Garten gerade ein brütendes Amselpärchen haben, hoffe ich, dass einiges an Ungeziefer an die jungen Vögelchen verfüttert wird…

Vergissmeinnicht

Gänseblümchen - Bellis und späte, wilde Narzissen


Grillen und Grillieren (2) – Lammlachse mit Mint Sauce (very and best of British food)

29. April 2012

Da ich das Steak N°1 bereits kenne und ebenso gerne gegrilltes Lammfleisch esse, gab es für mich Lammlachse auf  Britische Art mit frischer, selbst gemachter Mint Sauce.
Die Minze stammt leider nicht aus dem eigenen Kräutergarten, sondern vom Bauernladen (Eimeldingen, Familie Schwarz & Rüttehof) der schon Minze in großen Büscheln verkauft:

Dazu im Vergleich, meine Minze im Garten (in dem sich schon das Fingerkraut ausbreitet)…

Daz Rezept für die Mint Sauce ist ganz einfach:

Mint Sauce

1 cup fresh mint, chopped very fine
3 tablespoons boiling water
2 tablespoons sugar
4 tablespoons white wine or white wine vinegar

Place the mint in a pitcher or gravy boat and pour the boiling water over it. Wait for 20 minutes so that the mint has time to infuse the water. Add the sugar and wine or wine vinegar. Stir well and serve.

The most English of all sauces and the simplest to prepare, mint sauce should be served with roast lamb. It also has a quite extraordinary effect on new potatoes.

aus: Great British Cooking, A well-kept secret von Jane Garmey

Minz Sauce

1 Tasse frische Minze, fein gehackt (ich mache das mit dem Wiegemesser)
3 Esslöffel kochendes Wasser
2 Esslöffel Zucker
4 Esslöffel Weißwein oder Weißweinessig

Die Minze in ein Kännchen oder einen Soßengiesser geben, mit dem kochenden Wasser übergiessen. 20 Minuten warten, bis das Wasser mit der Minze durchzogen ist.
Zucker und Weißwein oder Weißweinessig (ich habe letzteren verwendet) hinzufügen, gut durchrühren und servieren.

- sollte zu Lammbraten serviert werden, hat aber auch eine ausserordentliche Wirkung auf neuen Kartoffeln

Grillen und Grillieren (1) – Steak No 1 mit Kräuterbutter und grünem Pfeffer

29. April 2012

Dieses Steak verdient seine eigene Verpackung.

Wie wird’s gemacht?

Man gehe zur Edeka Fleischtheke und bestelle ein ordentliches, daumendickes “Steak N°1″ und trage es in seiner Edel-Papierverpackung nach Hause. (Bei heißen Temparaturen am besten in der Kühlbox. )
Zu Hause lege man es in eine Glasschüssel mit Deckel, bestreiche es mit ein wenig feinstem Olivenöl, lege ein Rosmarinzweiglein und eine geschälte, in der Mitte durchgeschnittene Knoblauchzehe darauf. – Deckel drauf und im Kühlschrank bis zum Abend durchziehen lassen.

Und am Abend wird es gegrillt, oder grilliert – wie man in der Schweiz sagt. Nach dem Grillen mit frisch gemahlenem Salz und Pfeffer würzen, dazu gibt’s grünen Pfeffer und selbst gemachte Kräuterbutter – und im Hintergrund Bulgur Salat, den ich leider beim Fotografieren vergessen habe.

Hörnli mit Liebstöckel und Bratwurstscheibchen in Orangensenf-Weißburgunder Sauce

29. April 2012

Die Kräuterzeit hat begonnen und der Liebstöckel in meinem Kräuter-Garten wächst wieder mal besonders üppig:

Liebstöckel, auch Maggikraut genannt:

Die getrockneten Wurzeln finden Verwendung in harntreibenden Aufgüssen, die frischen Blätter sind beliebt als Würze in Suppen und Eintöpfen (Maggikraut).

Er gehört übrigens in das Kräuterbündel, das an Mariä Himmelfahrt geweiht wird. Er soll Kraft gegen jede Zauberei haben.

Die Hörnli (man kann natürlich auch jede andere Teigwarensorte verwenden) sind nach einem Rezept von Kathrin Rüegg/Werner O. Feist (“Grossmutters Kräuterküche”) gemacht. Das Rezept für die Bratwurstscheibchen habe ich selbst entwickelt.

Für die Teigwaren (2 Personen – für 4 Personen die Mengen verdoppeln)

2 Liter Wasser
1/2 Esslöffel Salz
1 Esslöffel Olivenöl
200 g Hörnlinudeln
2 Esslöffel fein geschnittene Liebstöckel Blättchen
1 Esslöffel Butter

Das Wasser mit dem Salz und dem Öl aufkochen. Die Teigwaren beigeben, weichkochen (nach 2/3 der auf der Packung angegebenen Kochzeit jede Minute ein Versuchsmuster entnehmen und prüfen).
Wenn die Teigwaren al dente sind, das Kochwasser bis auf 1-2 Esslöffel abschütten.

Die Liebstöckel Blättchen und Butter zum verbleibenden Kochwasser geben, einmal aufkochen , über die in einer angewärmten Terrine mit Deckel angerichteten Teigwaren geben. Drei Minuten stehen lassen, die Schüssel zugedeckt auf den Tisch stellen. Den Kräuterduft, der den Teigwaren beim Herausschöpfen entströmt, genießen.

Wir haben noch etwas geriebenen Pecorinokäse darüber gestreut – das passt wunderbar!

Für die Bratwurstscheibchen:

3 dünne Bratwürste, in Scheibchen geschnitten
etwas Butter zum Anbraten
1-2 Teelöffel Orangensenf
etwas Mehl zum Bestäuben
Weisser Burgunder zum Ablöschen

Bratwurstscheibchen in zerlassener Butter anbraten, Orangensenf hinzufügen. Mit etwas Mehl bestäuben, kurz weiterbraten und mit weissem Burgunder ablöschen, cremig einkochen lassen.

Brägele à l’Alsacienne

29. April 2012

Was verbirgt sich wohl unter diesem Elsässischen Terrinen-Deckel?

Es war einmal vor vielen Jahren bei einem Ausflug ins benachbarte Elsass, genauer gesagt nach Colmar.
Nach einer Bootsfahrt auf der Ill kehrten wir in einem kleinen Restaurant im “Petite Venise” ein. Die Elsässischen Bratkartoffeln, mit cremigem Münsterkäse überbacken, blieben mir davon in sehr guter Erinnerung.

Ich habe eine kleine elsässische Terrinenform, die genau für 2 Personen reicht. (Für 4 Personen die Mengen verdoppeln).

und so geht’s:

Elsässer Bratkartoffeln mit Schinken und Münsterkäse

500 g geschälte Kartoffeln in dünnen Scheiben
50 g roher Bauernschinken (Speck) in Würfeln
125 g Münsterkäse in Scheiben (petit Lisbeth)
1 mittelgroße Zwiebel in Würfeln
1 Esslöffel Butterschmalz
1 kleine Konblauchzehe in Würfeln
etwas Sahne
etwas frisch gehackter Majoran
1/2 Bündchen gehackte Petersilie
Salz, Pfeffer, Rosenpaprika

Kartoffeln in Butterschmalz 10 Minuten goldbraun braten, würzen.
Schinken (Speck), Zwiebeln und Knoblauch dazugeben, 3-4 Minuten weiterbraten.
Gehackte Petersilie und Majoran unterschwenken und in eine feuerfeste Auflaufform füllen, ein wenig flüssige Sahne darüber giessen.


Münsterkäse in dicken Scheiben gleichmässig verteilen und unter dem Grill des Backofens auf höchster Stufe (275 °C) schmelzen lassen.

Beilage: Salat mit einer Vinaigrette

Apfeltorte

29. April 2012

Vergangene Woche bin ich gar nicht dazu gekommen, sämtliche Rezepte, die ich gebacken und gekocht habe, zu bloggen. Deshalb fange ich einfach mal von vorne an.

Von meinen Kollegen wurde ein Apfelkuchen gewünscht – sozusagen als Ersatz für die entgangene Kostprobe vom Sonntagsbraten, für den ich kurzfristig zwei Tage Urlaub bekommen habe.

Diesen Kuchen habe ich schon früher mehrmals gebacken, aus einem Backbuch,welches ich vor langer Zeit einmal geschenkt bekommen habe. Inzwischen geht der Buchrücken aus dem Leim, und ich habe teilweise einzelne Blätter in den Händen (“Das große Buch vom Backen  – Reichenbach Verlag München).

Eine kleine Abwandlung hierzu: statt der Sultaninen, die im Rezept angegeben waren, habe ich Weinbeeren verwendet, die ich zusätzlich vor dem Backen in Rum eingelegt habe ….

Für den Teig:

125 g Butter
1 Päckchen Vanillezucker
125 g Zucker
3 Eier
100 g gemahlene Mandeln
50 g Semmelbösel
75 g Kartoffelmehl (Speisestärke)
1 1/2 Teelöffel Backpulver
1 Esslöffel Rum
Fett für die Form

Für den Belag:
1000 g Äpfel
3 Esslöffel Weinbeeren, in Rum eingelegt
1 Beutel Mandelstifte

Zum Bestreuen:
2 Esslöffel Zucker

Die weiche Butter schaumig rühren und Vanillezucker dazugeben. Anschließend abwechselnd Zucker, Eier, Mandeln, Semmelbrösel und das Gemisch aus Speisestärke, Backpulver und Rum darunterrühren. Den Teig in eine nur am Boden gut gefettete Springform (26 cm Ø ) füllen.
Die Äpfel schälen und das Kerngehäuse mit einem Apfelausstecher ausstechen.
Die ganzen Äpfel in den Teig setzen. Mit Weinbeeren und Mandeln bestreuen.
Im Backofen auf der mittleren Schiene bei 175 – 200 °C etwa 60 Minuten backen.
Nach dem Backen den Kuchen mit Zucker bestreuen, aus der Form lösen und erkalten lassen

Auf die Kirschblüte folgt die Apfelblüte

23. April 2012

rebloggt von Neues aus dem Markgräflerland:

Klicke, um den Original-Artikel zu besuchen

Nach den Kirschbäumen blühen jetzt auch die Apfelbäume. Die schönen Blüten des Brettacher Apfels in unserem Garten beweisen einmal mehr, dass die Apfelbäume zu den Rosengewächsen zählen. Jetzt muss es nur noch ein paar Grad wärmer werden, damit die Honigbienen auch ihre Arbeit verrichten können.

Weiterlesen… noch 5 Wörter

Unser Apfelbaum blüht ...

Kartoffelchips-Pizza

22. April 2012

Ich war hin und weg, als ich auf der Insel Elba diese einfache Pizza probiert habe. Nur mit hauchdünn geschnittenen Kartoffelscheiben, Olivenöl, Salz und getrockneten Rosmarinnadeln belegt.
Einen Namen dafür habe ich nicht erfahren, als ich fragte was es ist, bekam ich die Antwort: “Chips/Patate”.

Und es geht wirklich ganz einfach:

Für den Pizzateig (ergibt 1 großes Blech für 4 Personen):

400 g Mehl (+ etwas Mehl  zum Ausrollen) – ich verwende feines Dinkelmehl Type 630
1 Päckchen Trockenhefe (7 g)
2 Prisen Zucker
1/2 Teelöffel Salz
1/4 Liter lauwarmes Wasser
4 Esslöffel Olivenöl

Mehl mit Trockenhefe, Zucker und Salz in einer Schüssel gut mischen. In die Mitte eine Mulde machen und das Wasser nach und nach hinzugeben, etwas verrühren zuletzt das Öl hinzufügen und mit dem Mehl (in der Küchenmaschine oder von Hand) zu einem geschmeidigen Teig kneten.
Zudecken und an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich etwa verdoppelt hat.

Für den Belag:

ca. 4-5 Kartoffeln  (hängt von Größe ab) schälen und mit dem schwäbischen V-Hobel so fein wie möglich in Scheiben hobeln. Etwas Olivenöl über die Kartoffeln träufeln und in der Schüssel wenden, bis sie von beiden Seiten leicht mit Öl bedeckt sind.

Den Teig auf einem Blech auswellen (ich lege Dauerbackfolie darunter), mit dem Daumen den Rand wellig eindrücken und nochmals etwa 15 Minuten gehen lassen.
Dann den Teig dünn  mit Olivenöl bepinseln.

Die Kartoffelscheiben so auf den Teig legen, dass sie sich nicht überlappen. Mit Salz aus der Mühle und Rosmarinnadeln bestreuen.
(wer gerne Knoblauch hat, kann davon etwas kleinschneiden oder Granulat verwenden und kurz vor Ende der Backzeit aufstreuen).

Bei 220 °C  im vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten backen.

San Carlo Chips aus Italien musste ich mir unbedingt auch von dort mitbringen. Das erinnert mich so an die Ferien an der Adria als Kind.
Übrigens kostet eine Tüte Chips mit 90 g überall 1 Euro. Genauso wie der Espresso: Standardpreis zum Trinken an der Bar: 1 Euro.
Das scheint für die Grundversorgung der Italiener zu reichen ;-) und die San Carlo Chips gibt es schon ewig (die Firma hat ihren Sitz in Milano)

Wasserkaraffen mit Früchten

22. April 2012

Geniale Idee. Karaffen von WMF mit verschiedenen Früchten und Wasser aufgefüllt.

Gesehen in der Kochfabrik, Scheck-In Achern.

Kommt auf meine Wunschliste ;-)

Geräucherte Forelle aus dem Markgräflerland

22. April 2012

Unser gestriges Abendessen (schon lange nicht mehr gegessen und sooo fein).
Frisch geräucherte Forelle aus dem Markgräflerland, selbst filettiert mit Preiselbeeren, Meerrettich und Rucola Salat mit Pecorinoscheibchen.

Frisch geräucherte Forelle gibt’s z. B. hier: Forellenzucht Günther in Schweighof oder im Café Neumatt in Schweighof (dort gibt es auch viele weitere Spezialitäten aus frischen Forellen)


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