Archiv für Dezember 2010

Neujahrsbrezel

31. Dezember 2010

An der Form muss ich noch ein bisschen arbeiten, aber der Teig ist mir dieses Mal besonders gelungen:
Nicht zu süß und schön locker.
Man kann die Brezel pur oder mit etwas Butter bestrichen genießen. Zum Brunch am Neujahrstag eignen sich süße als auch salzige Beläge.

Hier ist das Rezept:

Neujahrsbrezel

Vorbereitungszeit: 30 Minuten plus 2 Stunden Wartezeit
Backen:
30-35 Minuten bei 200 °C

Zutaten
für 2 kleine oder 1 große Brezel

550 g Weizenmehl Type 405
75 g Dinkelmehl Type 630
2 Esslöffel Zucker
1 ½ Teelöffel Salz
1 Tütchen Trockenhefe (7 g)
50 g Butter, geschmolzen
225 ml warmes Wasser
75 ml warme Milch, fettarm (1,5%)
3 Eier Größe M
1 Ei getrennt “
etwas Milch zum Bestreichen

  • 450 g Mehl mit Zucker, Salz und Hefe in die Rührschüssel geben und vermischen. Wasser, Milch und geschmolzene Butter verrühren, nach und nach in die Schüssel geben und mit der Küchenmaschine ca. 1 Minute kneten, die 3 Eier und das Eiweiß einzeln zugeben.
    Das restliche Mehl portionsweise (je ein Esslöffel) zugeben, bis der Teig am Knethaken haftet und sich vom Schüsselrand löst,
    weitere 2 Minuten auf kleiner Stufe kneten, bis der Teig glatt und geschmeidig ist.
  • Die Schüssel abdecken und an einem warmen, zugfreien Platz ca.
    1 Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
  • Den Teig kurz von Hand durchkneten, für 2 Brezeln den Teig in gleich große Stücke teilen und zu langen Rollen formen. Daraus die Brezeln formen.
    Die Brezeln auf ein mit Dauerbackfolie belegtes Blech legen und abgedeckt nochmals 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
  • Den Backofen auf 200 °C vorheizen.
    Die Brezeln mit etwas Milch oder dem mit einem Teelöffel kaltem Wasser verrührten Eidotter bepinseln.
    30-35 Minuten backen.
    Sofort vom Blech nehmen und auf einem Gitterrost abkühlen lassen.

    Nachtrag aus der Austellung “ZU TISCH – A TABLE” im Museum in Lörrach 21.09.2012 bis 24.02.2013


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Schwarzwälder Kirsch Muffins

24. Dezember 2010


Schwarzwälder-Kirsch-Muffins

Zutaten:

12 Papierförmchen für die Backform

150 g Sauerkirschen aus dem Glas
125 g weiche Butter
100 g Zartbitterschokolade
2 Eier
100 g Rohrzucker
1 Pck. Vanillezucker
150 g saure Sahne (24% Fett)
250 g Mehl
2 ½ TL Backpulver
1 Prise Salz

Zum Dekorieren:
4 EL Kirschwasser
200 ml süße Sahne
12 Cocktailkirschen
3 EL. Schokostreusel

Ofen auf 200 °C vorheizen. Papierförmchen in die Backform setzen. Sauerkirschen abtropfen lassen, den Saft auffangen.

Die Butter mit der Schokolade im heißen Wasserbad schmelzen und wieder abkühlen lassen.

Die Eier mit Zucker, Vanillezucker und Schmand verrühren und die Schokobutter dazugeben. Mehl, Backpulver und Salz über die Schokomasse sieben und vorsichtig unterheben. Die Förmchen mit Teig und Sauerkirschen füllen und 20-25 Minuten backen. Nach kurzer Abkühlzeit aus der Form lösen.

Muffins mit dem Kirschwasser beträufeln. Sahne steif schlagen und mit dem Spritzbeutel auf die Muffins geben. Mit je einer Kirsche und Schokostreuseln garnieren.

Nachtrag:

Kommentar zu “Schnelle Schwarzwälder Kirsch Mini Törtchen”

O-Ton Horst: “Ist dat lecker!”

In der Sendung “Lafer Lichter Lecker!” vom 12.11.2011 versucht Horst Lichter schnelle Schwarzwälder Kirsch Mini Törtchen zu backen – er hat aber nicht mit der (Un-) fähigkeit seiner Mitköchin gerechnet, deren Teig flüssig wurde und welche die Sahne zu Butter geschlagen hat….
Mit Hilfe von Johann Lafer, der mit etwas mehr Mehl für einen neuen Teig ausgeholfen hat, konnten die Törtchen noch einigermaßen gerettet werden-vorsichtshalber hatte er außerdem schon Schwarzwälder Kirschtorte vorbereitet! :-)


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Horst Lichters Schoko-Bananen-Baileys Torte

22. Dezember 2010

Schoko-Bananen-Baileys Torte

O-Ton Horst: “Ist dat lecker!”

1 Schokobiskuit Tortenboden:
(2 x durchgeschnitten= 3 Teile)

Schokoladen Biskuit Tortenboden

für

Horst Lichters
Schoko-Bananen-Baileys Torte
Von Karin Schindler

Zutaten für eine Springform, 20 cm ø:

40 g Mehl
40 g Speisestärke
50 g Zartbitter-Kuvertüre
40 g Butter
3 Eier, getrennt
1 Prise Salz
80 g Zucker
2 Esslöffel Kakaopulver
1/2 Teelöffel Backpulver

Den Backofen auf 175 °C vorheizen. Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen.
Butter und Kuvertüre im Wasserbad schmelzen lassen.
Eier trennen. Eigelbe mit dem Zucker schaumig rühren. Schokoladen-Butter-Masse zufügen.
Eiweiße mit etwas Salz steif schlagen und unter die Masse heben.
Mehl mit Stärke, Kakao und Backpulver vermischen und unter die Masse ziehen.
Teig in die Springform einfüllen und etwa 35 Minuten backen.
Aus der Form lösen, auskühlen lassen.

Schoko-Bananen-Baileys Torte nach Horst Lichter
Für die Füllung braucht man:
2 Bananen, davon eine am Vortag in Cognac eingelegt
600 g geschlagene Sahne, gesüsst mit
8 Esslöffel Zucker
1 Packung Vanillezucker
1 Packung Sahnefestiger
Baileys
 


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Ersten Tortenboden mit Baileys beträufeln, Schlagsahne in die Mitte häufen,

Sahne ist das einzige, was nicht sauer wird, wenn Du sie schlägst

darauf Bananenscheiben, die einen Tag zuvor in Cognac eingelegt wurden geben,
mit dem nächsten Tortenteil bedecken. Dann wieder Baileys, Sahne, Bananenscheiben
und zum Schluss das dritte Tortenteil mit Baileys beträufeln und mit einer Sahneschicht abschliessen.

Für die Dekoration: Ein Spritzbeutel, Baileys, Eierlikör, Schokopulver

Geschlagene Sahne in einen Spritzbeutel füllen und damit die Torte dekorieren:

Skizze

Dekoration

Für diejenigen, die Eierlikör selbst herstellen möchten habe ich folgendes Rezept gefunden:
O-Ton Horst: “Ist dat lecker!”
Hausgemachter Eierlikör
Zutaten für eine Flasche Likör mit 75 ml Inhalt:

6 sehr frische Eigelb
175 g Puderzucker
1 Pckg. Bourbon-Vanillezucker
375 ml Kirschwasser oder Whiskey
375 g Sahne

Die Eigelbe mit Puderzucker und Vanillezucker im heißen Wasserbad dickschaumig schlagen. Das Kirschwasser in dünnem Strahl unter die Schaummasse gießen, dabei ständig weiterschlagen. Die Sahne unterrühren. Likör kühl stellen und anschließend mit Hilfe eines Trichters in eine sorgfältig mit heißem Wasser ausgespülte Flasche füllen. Gut verschließen. Nach Belieben mit Butterbrotpapier und Bast verzieren. Gekühlt und gut verschlossen hält sich der Eierlikör etwa 2 Monate.

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Café Barraquito und Pan Canario

11. Dezember 2010

pan canario mit café barraquito

Entdeckungen im Urlaub auf Teneriffa (2008)

Café Barraquito

Zutaten für 2 Personen:
2 gehäufte Messlöffel (ca. 20 g) stark gerösteter Kaffee (Espresso)
2 Teelöffel dicke, gezuckerte Kondensmilch
(
leche condensada)
100 ml Milch (1,5 % Fett), aufgeschäumt
2 Stück unbehandelte Zitronenschale
2 Esslöffel Licor 43, Tia Maria oder Eierlikör
etwas Zimt

Licor 43 Zu den wohl bekanntesten Spezialitäten aus Spanien gehört der Licor 43 (gesprochen: cuarenta y tres). Seinen ungewöhnlichen Namen bekommt diese Spirituose, da der Likör aus exakt 43 verschiedenen Zutaten hergestellt wird. Seine Hauptbestandteile sind allesamt auf natürlicher Basis. Der Geschmack lässt erahnen, dass sich zahlreiche Kräuter und Zitrusfrüchte in dieser Köstlichkeit befinden.


Tia María
Der Tia María ist ein Likör aus jamaikanischem Rum, Vanille und dem berühmten Blue Mountain Kaffee. Er hat 20 Prozent Alkohol und wird seit über 300 Jahren nach einem geheimen Rezept hergestellt. Tia María heißt „Tante Maria“. Einer Sage nach soll eine Zofe mit dem Namen María dieses Rezept während der Kolonialzeit vor dem Verbrennen gerettet haben. Aus Dankbarkeit benannte die Herrin das Rezept nach dem Namen der Zofe. Erst in den 1940ern wurde die Familienrezeptur von einem Gourmet entdeckt und auf den Markt gebracht. Hersteller ist heute der Konzern Pernod Ricard. Er wird pur, mit Milch oder Eis oder im Kaffee getrunken.


Zubereitung:

  1. Aus Kaffeepulver und Wasser Espresso zubereiten:
    - klassisch, auf dem Gasherd mit einem Espressokocher
  2. Gezuckerte Kondensmilch in ein Glas (Größe 200 ml) gießen, Zitronenschale zugeben.
  3. Licor 43 hinzufügen
  4. Mit Espresso aufgießen, mit Zimt würzen, nicht umrühren.
  5. Mit der aufgeschäumten Milch bedecken.

Pan Canario

Kanarisches Brot

Zutaten:

800 ml Mehl
350 ml Wasser, lauwarm
1 Packung Trockenhefe (7g)
1 Esslöffel Meersalz
1 Teelöffel Anis, gemahlen
30 ml Olivenöl

Die Trockenhefe im lauwarmen Wasser auflösen und 10 Minuten gehen lassen. Mehl mit Salz und Anis mischen und in eine vorgewärmte Schüssel geben. In der Küchenmaschine mit dem Knethaken, unter Zugabe von Hefewasser und Olivenöl zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Schüssel zudecken und an einem warmen, zugfreien Ort gehen lassen, bis er das doppelte Volumen erreicht hat (ca. 30 Minuten)

Teig aus der Schüssel nehmen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche kurz von Hand durchkneten, eine runden Brotlaib formen und auf ein bemehltes Blech legen. Mit einem Messer kreuzweise einschneiden und nochmals 15 Minuten gehen lassen.

Das Brot 10 Minuten backen, dann die Hitze auf 230 °C reduzieren und weitere 30 bis 35 Minuten backen.

Ich backe das Brot auf einem Schamott- bzw. Pizzastein. (Angaben des Herstellers beachten)

so sah der café barraquito auf Teneriffa aus (mit Dessert im Vordergrund)



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Grättimänner zum Nikolaustag

5. Dezember 2010

Zum Nikolaus gibt es im Markgräflerland „Grättimänner“

Um Freiburg nennt man sie Weckmann, in der Schweiz Grittibänz und im Elsass sind es die Manala.

In der Schweiz trugen sie zu meiner Kinderzeit eine Rute aus Stroh oder eine Pfeife aus Ton. Heute haben sie meist ein Schokostängeli unterm Arm oder sind mit Hagelzucker bestreut.

Über die Herkunft und Geschichte des von Kindern wie auch von Erwachsenen heißgeliebten St.-Nikolaus-Gebäcks tappen selbst die Historiker im Dunkeln. Die Teigform in Menschengestalt ist erst vom letzten Jahrhundert an in Österreich, Deutschland, der Schweiz und im Elsass nachweisbar. Über das genaue Alter weiß man nichts Bestimmtes; lediglich die Form des solothurnischen Grittibänzen (die Zweispitzhutform erinnert an die damalige Ambassadorenzeit), gibt einen Hinweis, dass er dort schon im 18. Jahrhundert üblich gewesen sein könnte.

Früher wurden sie aus gewöhnlichem Brotteig hergestellt, später mit aufkommendem Wohlstand aus Zopf- oder Süßteig.

Das Rezept

Für 6-8 Stück braucht man:

625 g Zopfmehl (90 % Weizen Type 405 und 10 % Dinkel Type 630)
2 Esslöffel Zucker
1 ½ Teelöffel Salz
1 Beutel Trockenhefe (7 g)
75 g Butter oder Margarine, geschmolzen
225 ml warmes Wasser

3 Eier, davon 1 getrennt

1 Teelöffel kaltes Wasser

Korinthen oder Rosinen, Hagelzucker oder Schokostängeli für die Deko

Zubereitung (in der Küchenmaschine):

  1. Den Backofen auf 190 °C vorheizen.
    450 g Mehl mit Zucker, Salz und Hefe in die Rührschüssel geben und mit dem Knethaken kurz vermischen.
    Geschmolzene Butter und Wasser verrühren, nach und nach in die Schüssel geben und kneten, dann die 2 Eier und das Eiweiß zugeben und 1 Minute kneten. Das restliche Mehl portionsweise zugeben, bis der Teig am Knethaken haftet und sich vom Schüsselrand löst. Weiter rühren, bis er glatt und geschmeidig ist.
    Den Teig in eine gefettete Schüssel stürzen. Abgedeckt an einem warmen, zugfreien Platz 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
  2. Den Teig kurz von Hand durchkneten und in sechs bis acht gleich große Stücke teilen.
    Die Teigstücke zuerst rund und dann länglich, tropfenförmig ziehen. Beim stumpfen Ende etwa ¼ als Kopf ausdrehen und auf ein Blech setzen. Die Teigstücke etwas flachdrücken und mit einem Messer Arme und Beine einschneiden.
    Nochmals etwa 15 Minuten gehen lassen.
  3. Eigelb mit kaltem Wasser verrühren und die Männer damit bepinseln.
    Durch Eindrücken von Sultaninen Augen, Mund und Knöpfe markieren.
  4. Im vorgeheizten Backofen 20 Minuten backen.

Nachtrag aus der Austellung “ZU TISCH – A TABLE” im Museum in Lörrach 21.09.2012 bis 24.02.2013

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Luciatag, 13. Dezember

4. Dezember 2010

Schwedische Lussekatter

In Schweden gibt es das leckere Luciagebäck, eine Art Hefebrötchen mit Safran und Rosinen.

Nach dem bäuerlichen Kalender galt die Luzianacht vielerorts als Losnacht. Wer an diesem Tag Weichselzweige schnitt und zu Hause ins Wasser stellte und diese nach vier Wochen blühten, hatte besonderes Glück. Im Mittelalter wurden am Luziatag die Kinder beschert, da der Weihnachtstag erst nach 1500 als Kinderfest gefeiert wurde. Wenn es in der Luzianacht schneite, stand ein strenger Winter bevor.

Luciagebäck (Lussekatter)

Zutaten für 12 Stück:

150 g Butter
500 ml Milch
3 Briefchen Safran, gemahlen (375 mg)
125 g Zucker
50 g Hefe
½ TL Salz
850 g Mehl
100 g Rosinen
80 g gehackte Mandeln
1 Eigelb

  1. Die Butter in einem Topf schmelzen lassen. Die Milch in einem anderen Topf leicht erwärmen.
  2. Den Safran und 1 Prise Zucker in etwas erwärmte Milch geben und unter Rühren auflösen.
  3. Die Hefe in einer Schüssel mit der restlichen Milch verrühren, bis die Hefe gelöst ist. Nun zerlassene Butter sowie Safranlösung zugeben und alles gut verrühren. Zucker und Salz zugeben. Das Mehl dazu sieben. Den Teig gut durchkneten, bis er Blasen wirft und sich vom Schüsselrand löst. Die Rosinen heiß abspülen.
  4. Mandeln in den Teig kneten und ihn abgedeckt etwa 45 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
  5. Den Backofen auf 230 °C (Umluft 210 °C) vorheizen. Teig nochmals gut durchkneten. Zu einem Laib formen und davon Stücke abschneiden. Die Teigstücke zu einem „S“ formen. Je zwei „S“ kreuzweise aufeinanderlegen und die Enden andrücken.
  6. In die Mulden Rosinen geben und mit Eigelb bepinseln. Auf ein gefettetes und mit Mehl bestäubtes Backblech legen und im Ofen 7-10 Minuten backen.
    Abkühlen lassen.



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